Nichts steht geschrieben

Virenkrieg

Roman-Zyklus von Lutz Büge

Evan – Virenkrieg IV (Ebook)

Biowaffen, Geheimorganisationen
und einsame Entscheidungen –
die Menschheit am Rand ihrer Auslöschung.

„Willkommen in einer Welt, in der es keine saubere Trennung
mehr gibt zwischen Gut und Böse, richtig und falsch.“

Frankfurter Rundschau

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Nichts steht geschrieben

Die Virenkrieg-Romane sind voller Zitate aus Filmen und Romanen. Das ist kein Kniff,  weil mir nichts Eigenes eingefallen wäre, sondern der bewusste Wunsch und Wille, die Romane in einen Zusammenhang zu stellen. Sie reflektieren zum Beispiel unsere Gegenwart mit ihrem „clash of civilizations“ zwischen dem Westen und der islamischen Welt. Und sie beziehen sich auf Filme, die ich mag, die mich beeindruckt und durchaus auch geprägt haben. Sie holen damit einerseits diese Filme ein wenig in die Romane hinein, auch wenn man das gewiss nicht überall merkt. Sie transportieren aber auch Haltungen, für die diese Zitate stehen. Über eines dieser Zitate aus dem „Herrn der Ringe“ habe ich erst kürzlich hier was geschrieben. Es drückt vor allem große Ratlosigkeit aus.

Ich gebe ein weiteres Beispiel. Im ersten Kapitel von Evan – Virenkrieg IV denkt Phil Schwartz jr.: „Nichts stand geschrieben!“ Das ist angelehnt an den Film „Lawrence von Arabien“.

Nachdem der britische Agent mit seinen arabischen Verbündeten die osmanische Stadt Akaba erobert und damit das Unmögliche möglich gemacht hat, wendet er sich an die Araber, die vorher nicht hatten glauben wollen, dass dies möglich sein könnte: „Nichts steht geschrieben!“, kommentiert er deren Schriftgläubigkeit. Die Szene ist eine Dramatisierung, ein Hurra auf den menschlichen Willen, der alles erreichen kann. Akaba wurde tatsächlich auf diese Weise erobert. Dem ging ein Gewaltmarsch der Araber durch die Wüste Nefud voran, den niemand für möglich gehalten hätte. Auch Phil Schwartz jr. hätte die Situation, in der er sich am Anfang von Evan – Virenkrieg IV befindet, noch ein halbes Jahr zuvor nicht für möglich gehalten.

Der britische Soldat, Agent und Schriftsteller T.E. Lawrence,
der die Filmfigur „Lawrence“ inspirierte.
Bild: Gemeinfrei

Virenkrieg-Autor Lutz Büge schreibt hier
über die Hintergründe seines Romanzyklus.

Aus einer ganz anderen filmischen Ecke stammt das folgende, allerdings abgewandelte Zitat, das ebenfalls eine Haltung transportiert: „In der größten Verzweiflung, in der schwärzesten Nacht …“ Das wird nicht jede und jeder kennen, zumal der Film ein Flop war. Die Worte sind angelehnt an das Motto und den Eid des „Green Lantern Corps“. „The Green Lantern“ ist eine Comic-Verfilmung von 2011 mit Ryan Reynolds in der Hauptrolle, und der Eid beginnt mit den Worten: „Am hellsten Tag, in der schwärzesten Nacht entgeht nichts Böses meiner Wacht“. Ich lege die abgewandelten Worte in Evan – Virenkrieg IV der Mutter der Hauptfigur Jan Metzner in den Mund, um zu erklären, warum Jan sich selbst in auswegloser Situation nicht aufgibt. Die Worte sind bewusst pathetisch und übergroß gewählt, Jan ist in einer wirklich verzweifelten Lage.

Da, wo Christen zum Abschluss eines Gebets „Amen“ sagen, da sagen die Menschen in den zwölf Kolonien: „Das hoffen wir alle!“ Es handelt sich um eine rituelle Floskel aus der Sci-Fi-Fernsehserie „Battlestar Galactica“, die im deutschen Free-TV-Programm ab 2006 ausgestrahlt wurde. Sie besteht aus vier Staffeln, zwei Spielfilmen und zwei Netzserien und handelt von der verzweifelten Flucht einer Flotte ziviler Raumschiffe vor den Zylonen, die die menschliche Spezies in einem Überraschungsangriff praktisch ausgelöscht haben. Nur die rund 50.000 Menschen an Bord dieser Flotte sind noch übrig. Begleitet und beschützt wird die Flotte von der „Galactica“, einer Art Flugzeugträger im All. In der Spielfilmreihe der Jahre 1978 bis 1980, die durch „Battlestar Galactica“ neu interpretiert wurde, steht die militärische Auseinandersetzung im Mittelpunkt. Die TV-Serie ist wesentlich komplexer und schildert auch die Versuche, in der Flotte eine funktionierende Gesellschaft aufzubauen und aufrecht zu erhalten. Dabei kommt es zu vielen Konflikten. Kurz: Es gibt reichlich Gelegenheit, Hoffnung zu bekunden und zu sagen: „Das hoffen wir alle.“

Film- und Serienfans werden viele solcher Zitate in meinen Romanen entdecken. Ich werde demnächst weitere enthüllen. Vielleicht magst Du mir aber auch Deine Entdeckungen zumailen?

Nächste Woche: Auf dem Sprung in den Faschismus? Madeleine Albrights neues Buch

Das Virenkrieg-Finale – Eine Übersicht

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