Lutz Büge

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Bin ja schon da …

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So sind die Menschen, dass sie sich für andere Menschen interessieren. Du möchtest was über mich wissen? Bilder gucken?

Ich heiße Lutz Büge und bin Autor und Redakteur der Frankfurter Rundschau.

Autoren sind Menschen, die durchs Leben zu kommen versuchen, obwohl sie sich dem Schreiben verschrieben haben. Das ist keineswegs einfach. Man braucht dazu einen Brotjob, der einen ernährt. Allerdings erlebt man oft, dass dieser Brotjob den ganzen Menschen nimmt, nachdem man ihm nur den kleinen Finger gegeben hat. So ist das Leben eben, nicht wahr? Was die meisten Autoren dann aufgeben, ist das Schreiben.

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Der Kompromiss meines Lebens

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Ich habe Glück gehabt, denn ich habe einen Brotjob gefunden, der mir passt und den ich mag: Ich bin Redakteur der Frankfurter Rundschau und verantworte seit 2007 die Leserbriefseite, das „Leserforum“. Außerdem blogge ich unter dem Spitznamen Bronski für die FR im FR-Blog. Auch der Ybersinn ist ein Blog, auch hier kann diskutiert werden, und zwar durchaus auch zu harten Themen, denn mein Roman Virenkrieg ist eine streitbare Abrechnung mit dem „war on terror“. Eine Debatte über das Verhältnis Deutschlands zu den USA ist meines Erachtens überfällig.

Zusammen mit meinem Mann Thomas lebe ich in Offenbach am Main, einer sehr lebendigen und spannenden Stadt. Vorher habe ich in Frankfurt und Freiburg gelebt. Geboren bin ich in Eutin, der Rosenstadt in der Holsteinischen Schweiz, wo ich an der Johann-Heinrich-Voss-Schule (Bild unten) Abitur gemacht habe.

Meine erste Geschichte schrieb ich mit elf Jahren. Schon damals wollte ich Schriftsteller „werden“ — aber ich war es ja schon. Denn in dem Moment, in dem ein Mensch einen Stift zur Hand nimmt oder sich (damals noch) an die Schreibmaschine setzt oder an den Computer und anfängt, sich in eine Geschichte zu vertiefen, die sie/er aufschreibt, ist er/sie ein/-e Schriftsteller/-in. Brotlose Kunst, wie mein Vater das immer nannte. Er hat als junger Mann in den 1950er Jahren ebenfalls geschrieben. Krimis.

Es gibt keine Ausbildung zum Schriftsteller, man kann das nicht „werden“. Man ist es, oder man ist es nicht. Diese Schicksalsfrage lässt sich nur beantworten, indem man es angeht. Man bildet sich schreibend selbst aus, misst sich an Vorbildern, an kritischen Stimmen, nimmt Strömungen in sich auf, beobachtet und dokumentiert. Meist ist man dabei auf sich allein gestellt. Schriftsteller sind Autodidakten.

Ich betrachte mich heute als Erzähler. Wenn ich ein literarisches Vorbild nennen soll, fällt mir an erster Stelle Michael Crichton ein. Dieser US-Autor lieferte unter anderem die literarische Vorlage und das Drehbuch für den Film „Jurassic Parc“. Er schwebte zwischen Science Fiction und Science Faction — wie ich.

Hier links siehst Du einen Ausschnitt aus meiner „Spielwiese“ vom Juli 2013, als ich die Grundlagen für Virenkrieg recherchierte. Diese Spielwiese ist ein Pinboard von der Größe einer Schreibtischplatte, was sie tatsächlich auch einmal war,  und wurde in einem besonders verzweifelten Moment aufgestellt. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich nämlich das Gefühl, dass Virenkrieg zu groß ist. Diese Massen von Material überforderten mich. Also räumte ich mein Arbeitszimmer unter den kritischen Blicken meiner Nymphensittiche Paul und Max radikal um und stellte diese alte Schreibtischplatte auf, um die drei Handlungsstränge von Virenkrieg unter meinen Willen zu zwingen. Seitdem lacht mich bis heute jeden Morgen, wenn ich an meinen Schreibtisch gehe, Richard Cheney an. Das bringt mich in Arbeitsstimmung.

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Für alle Systematiker: Man kann mein bisheriges erzählerisches Werk in zwei Hälften teilen: vor der Krise und nach der Krise. Wobei wir Autoren natürlich ständig Krise haben. Die Krise, von der ich hier spreche, manifestiert sich dadurch, dass während ihrer Dauer nichts entstand. Zwischen 2006 und 2012 habe ich nicht geschrieben. Davor habe ich fünf Romane veröffentlicht — einen beim Sternwald Verlag Freiburg, vier bei MännerschwarmSkript Hamburg. Meinen Dank an dieser Stelle an die Verleger Hans-Albert Stechl nach Freiburg und Joachim Bartholomae nach Hamburg. Diese Bücher sind teilweise noch im Handel erhältlich. Du findest alle Informationen über sie, wenn Du den Mauszeiger auf „Romane“ in der Navileiste dieser  Webseite bewegst.

Im Jahr 2013 begann ich, weitere Romane als E-Books auf eigene Faust zu veröffentlichen, als Selfpublisher, ermutigt durch diverse Erfolgsgeschichten rund um das boomende Medium E-Book. Seitdem sind bis zum jetzigen Zeitpunkt (April 2017) sieben Romane erschienen, die bei den Verlagen seinerzeit keine Chance bekamen, die mir aber Freude machen, weil sie eben trotzdem ihre Leserschaft finden und Freude bereiten.

Virenkrieg Cover 001Wir erfahren alle mal Ungerechtigkeiten. Lassen wir uns davon beeindrucken? Nehmen wir meinen Roman Virenkrieg. Die Urfassung habe ich 1998 und 1999 geschrieben, nach Genetics und kurz bevor ich die Urfassung von Der Osiris-Punkt schrieb. Virenkrieg war damals ganz knapp dran, bei einem bedeutenden Publikumsverlag veröffentlicht zu werden: Eichborn hatte sich dafür interessiert — und dann doch abgelehnt. Damit muss man als Autor irgendwie umgehen. Die Veröffentlichung bei Eichborn hätte wohl meinen Durchbruch bedeutet. Davon träumt natürlich jeder Autor. Ganz dicht dran. Und doch nicht geschafft. Aber Eichborn war immerhin fair.

Meine Erfahrungen mit Verlagen sind vielfältig und größtenteils — abgesehen von den bisher beschriebenen Beispielen — schlicht widerlich. Autoren werden vielfach als Bittsteller verstanden, nicht als diejenigen, die eben jenen Input liefern, von dem Verlage letztlich leben. Das ging so weit, dass ich von einem der größten deutschen Verlage eine Absage bekam, obwohl mein damaliger Literaturagent von der Cheflektorin eben dieses Verlages vorher die mündliche Zusage bekommen hatte, sich mein Skript anzusehen. Das ist natürlich noch längst keine Zusage für eine Veröffentlichung, aber wenigstens guckt sich das Ding mal jemand an. Nicht wahr? Nein, zwei Tage später hatte ich mit dem zurückgesendeten Skript eine Standardabsage im Briefkasten. Ich rief dort an und bekam die Information, dass die Unterzeichnerin jener Standardabsage ihr Praktikum inzwischen beendet habe. Es war also niemand für die Absage zuständig. Das klingt nach Satire, ist aber wirklich geschehen.

Daher veröffentlichte ich meine Romane seit 2013 auf eigene Faust als E-Books, und um sie auch als gedruckte Bücher herauszubringen, haben mein Mann und ich 2015 einen Verlag gegründet: den Ybersinn-Verlag. Er hat 2015 Virenkrieg als gedrucktes Buch herausgebracht. Und ehrlich gesagt, liebe Leute: So gefällt es mir! Ich bin viel auf Facebook aktiv, habe Leserinnen und Leser gewonnen und kennengelernt und bekomme direkt Feedback. Zum Glück habe ich nicht auf die gehört, die mein Scheitern vorausgesagt haben. Mein früherer Verleger aus Hamburg etwa sagte mir voraus, dass ich bei etwa 40 Downloads pro Roman landen würde. Er hat sich getäuscht. Alle meine Romane laufen. Von einigen sind inzwischen auch Druckversionen erschienen, die im konventionellen Buchhandelt erhältlich sind, so etwa von Virenkrieg – Erstes Buch , einem Thriller, von dem eine große Leseprobe in der Frankfurter Rundschau erschienen ist. Hier kannst Du davon einen Screenshot im FR-Blog sehen.

Und es geht weiter. Das Jahr 2013 war mein bisher produktivstes Jahr überhaupt. In dieses Jahr 2013 fällt nicht nur die Veröffentlichung von Der Osiris-Punkt, der als Auftakt eines Romanzyklus‘ von insgesamt fünf Romanen gedacht ist, sondern auch die Neuveröffentlichung von Genetics in überarbeiteter Fassung und die Veröffentlichung von Virenkrieg – Erstes Buch. 2014 kam Der hölzerne Pharao hinzu, die Fortsetzung von Der Osiris-Punkt, außerdem der Gastronomie-Krimi Schnabels Schnitzel und der Kurzroman Die JFK-Akten, und im Mai 2017 erscheint Skylla — Virenkrieg II als gedrucktes Buch.

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Von Lutz Büge stammen diese Bücher und E-Books:

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