Die Demokratie in Gefahr – Wir müssen aufpassen

Virenkrieg

Roman-Zyklus von Lutz Büge

McWeir – Virenkrieg V (Ebook)

Biowaffen, Geheimorganisationen
und einsame Entscheidungen –
die Menschheit am Rand ihrer Auslöschung.

„Ein Zukunftsthriller,
der erschreckend real erscheint.“

Maren Bonacker über „Virenkrieg“ im
Börsenblatt des deutschen Buchhandels (19/2020)

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Die Demokratie in Gefahr – Wir müssen aufpassen

Als ich vor sieben Jahren mit dem Schreiben von Virenkrieg – Erstes Buch begann, hatte ich keine Ahnung, wie dicht ich mit meinem fiktiven Romangeschehen an der Realität liegen würde. Natürlich ging es mir darum, die Gegenwart zu reflektieren, aber nicht darum, sie vorherzusagen. Doch die Ähnlichkeiten zwischen der Biowaffenattacke auf die USA in McWeir – Virenkrieg V mit der gegenwärtigen Sars-CoV-2-Pandemie sind nicht zu übersehen. Die Gefahr einer solchen Pandemie aber war gegeben. Weltweit hatten Experten nicht erst seit der Sars-Epidemie der Jahre 2002 /2003 vor einer solchen Pandemie gewarnt.

Virenkrieg-Autor Lutz Büge
schreibt auf Ybersinn.de über
die Hintergründe seines Romanzyklus.

Und es gibt noch eine weitere, nicht weniger dramatische Parallele: Die Demokratie ist derzeit weltweit in Bedrängnis, vor allem durch rechte Tendenzen. In Europa gibt es mehrere Länder, die zunehmend autokratisch regiert werden. Diese Tendenz könnte sich fortsetzen, wenn in Frankreich 2022 Marine Le Pen die Präsidentschaftswahl gewinnen sollte. Das ist nicht ausgeschlossen; sie war beim letzten Mal schon recht dicht dran. Und in den USA macht Donald Trump derzeit vor, wie man ein ganzes Land langsam in einen Polizeistaat verwandelt: Er nutzt die antirassistischen Kundgebungen, um Härte zu demonstrieren und überlegte jüngst auch schon, die Präsidentschaftswahlen zu verschieben, die am 3. November abgehalten werden sollen. In den Meinungsumfragen liegt Trump derzeit hinten.

In den Virenkrieg-Romanen droht der Demokratie ebenfalls Gefahr von rechts – durch das geheime Netzwerk SCOUT. Die Verschwörer verfolgen ursprünglich das Interesse, die USA auf einem Weg zu halten, der Geld in die Kassen des militärisch-industriellen Komplexes spült. Mit anderen Worten: Man zettelt Kriege an, befeuert Konflikte und fährt eine militaristische Außenpolitik. Doch dann setzt sich bei SCOUT der Wunsch durch, selbst regieren zu wollen, statt die Dinge lediglich aus dem Hintergrund zu steuern. Also wird geputscht. Darum geht es unter anderem in Evan – Virenkrieg IV. In McWeir – Virenkrieg V sind die USA dann praktisch ohne Regierung.

Ich glaube nicht, dass den USA wirklich ein solcher Putsch droht. Es handelt sich um ein Gedankenspiel, das aber Tendenzen unserer Gegenwart aufgreift: Rechte Strömungen existieren tatsächlich, und sie sind wirklich eine Gefahr für die Demokratie. Neonazis verüben Attentate (auch bei uns), rechte Ideologen wie Steve Bannon verbreiten Hass und Hetze (auch dazu gibt es Parallelen in Deutschland). Die größte Gefahr für die Demokratie ist aber eine andere, sie liegt tiefer: Die Menschen informieren sich zunehmend einseitig, fühlen sich aber dennoch gut informiert. Dieser fatale Irrtum wird durch Online-Netzwerke wie Facebook befeuert, in dem Algorithmen dafür sorgen, dass man vorwiegend solche Themen serviert bekommt, für die man sich schon mal interessiert hat. Und schon sitzt man in einer Filterblase. Es kommt zu einer kognitiven Verzerrung, die Dunning-Kruger-Effekt genannt wird und die dazu führt, dass man das eigene Wissen und Können überschätzt.

Unwissenheit führt oft zu mehr Selbstvertrauen als Wissen. Es ist eine Binsenweisheit: Wer sich umfassend informiert, muss erleben, dass die Welt komplex ist. Das macht es natürlich nicht einfacher, klare und richtige Entscheidungen zu treffen. Jemand, der schlecht informiert ist, wird vermutlich weniger zweifeln, für ihn sind die Dinge klarer. Also fällt es ihm auch leichter, klare Positionen zu beziehen oder zu übernehmen. So ist zu erklären, dass es in Deutschland Menschen gibt, die tatsächlich daran glauben, dass die Bevölkerung ausgetauscht werden soll, oder für die Flüchtlinge die „Mutter aller Probleme“ sind. Der Begriff „Lügenpresse“ wird vor diesem Hintergrund zu einem Bekenntnis der Überforderung solcher Menschen. Politische Parteien und Aktivisten mit einfachen Botschaften haben es bei ihnen natürlich leicht.

Darin liegt eine große Gefahr für die Demokratie. Wenn eine zunehmende Zahl von Wählerinnen und Wähler sich nicht unabhängig informiert, sind die Menschen nicht in der Lage, mündige Entscheidungen zu treffen – auch wenn sie das glauben. In Wirklichkeit sind sie manipuliert und oft auch aufgehetzt. Ich erlebe solche Menschen täglich bei meiner Arbeit in der Leserkommunikation für die Frankfurter Rundschau. Vielleicht lässt sich die Gefahr für die Demokratie indirekt am Bedeutungsschwund der traditionellen Medien ablesen. Zeitungen wie die Frankfurter Rundschau präsentieren ihren Leserinnen und Lesern täglich eine Auswahl von Nachrichten aus dem Weltgeschehen. Diese Auswahl kann natürlich nicht vollständig sein. Zudem spielt bei der Auswahl auch die Frage eine Rolle, welche Themen die Leserschaft überhaupt interessieren könnten. Das ist gleichwohl etwas völlig anderes als eine Filterblase, weil in einer Redaktion viele kritische Köpfe zusammenarbeiten, die sich selbst hinterfragen. Ihre Auswahl der Themen wird auf jeden Fall immer so beschaffen sein, dass die Leserinnen und Leser mit Dingen konfrontiert werden, mit denen sie nicht gerechnet haben. Das ist in der Filterblase der Algorithmen nicht der Fall.

Nächste Woche: McWeirs zehn Thesen

Das Virenkrieg-Finale – Eine Übersicht

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