„Virenkrieg“ und Sars-CoV-2 (1)

Virenkrieg

Roman-Zyklus von Lutz Büge

Evan – Virenkrieg IV

Biowaffen, Geheimorganisationen
und einsame Entscheidungen –
die Menschheit am Rand ihrer Auslöschung.

„Willkommen in einer Welt, in der es keine saubere Trennung
mehr gibt zwischen Gut und Böse, richtig und falsch.“

Frankfurter Rundschau

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„Virenkrieg“ und Sars-CoV-2 (1)

Soeben ist Evan – Virenkrieg IV erschienen, und nun steuert alles auf das Finale des Virenkrieg-Epos zu. Der große Schlussakkord heißt McWeir – Virenkrieg V. Das E-Book erscheint am 26. Mai, das gedruckte Buch voraussichtlich im November. Ursprünglich war September als Monat des Erscheinens anvisiert, aber die Sars-CoV-2-Pandemie hat alles durcheinander gebracht. Sie wirft übrigens auch Fragen im Zusammenhang mit den Virenkrieg-Romanen auf: Ist es überhaupt vertretbar, einen Roman wie McWeir – Virenkrieg V, in dem die USA mit einer fürchterlichen Biowaffe angegriffen werden, in Zeiten wie diesen erscheinen zu lassen, in denen Tausende an den Folgen der Infektion mit dem tückischen Erreger Sars-CoV-2 sterben? Dazu sage ich: Oh ja, sehr wohl! Diese Position möchte ich begründen, denn ich ahne bereits, dass da Kritik auf mich zukommt, etwa: Ich bzw. der Ybersinn-Verlag würden die Situation ausnutzen wollen, um Bücher zu verkaufen und Profit zu machen.

Virenkrieg-Autor Lutz Büge
schreibt auf Ybersinn.de über
die Hintergründe seines Romanzyklus.

Stichwort Profit. Der Ybersinn-Verlag ist ein winziger Independent-Verlag, der zurzeit lediglich meine Romane herausbringt. Die Druckauflagen bewegen sich im mittleren hunderter Bereich, die Einnahmen reichen zusammen mit den Ebook-Verkäufen, um die Druckkosten zu decken. Vergiss also den Profit. Freu Dich lieber: Wir machen keinen Verlust!

Nächster Punkt: Als ich die Virenkrieg-Romane schrieb, wusste ich zwar, dass jederzeit etwas wie Sars-CoV-2 passieren kann, aber niemand, auch ich nicht, konnte ahnen, dass es ausgerechnet dann passieren würde, wenn wir die drei Schluss-Romane des Virenkrieg-Zyklus veröffentlichen wollen. Die Planung dazu stammt aus dem Jahr 2018. Sars-CoV-2 hat vielen Menschen einen Strich durch viele Rechnungen gemacht. Auch dem Ybersinn-Verlag und mir. Doch während es gute Gründe gibt, das öffentliche Leben einzuschränken und die Infektionsketten zu unterbrechen, kann ich nur einen einzigen vernünftigen Grund erkennen, warum wegen der Pandemie das Erscheinen von McWeir – Virenkrieg V verschoben werden sollte: Weil wir dieses Ereignis nicht angemessen feiern können, wenn – wie zuletzt – Veranstaltungsorte geschlossen und größere Versammlungen verboten sind.

Nach den Attentaten auf das World Trade Center in New York am 11. September 2001, also nach 9/11 verlor der Eichborn-Verlag schlagartig das Interesse am „Ur-Virenkrieg“. Das Skript war dort damals zunächst interessiert aufgenommen worden, und ich glaubte, nahe dran zu sein, bei diesem Verlag veröffentlicht zu werden.

Foto: Robert J. Fisch
via Wikicommons

Doch dann hieß es plötzlich, das Thema sei verbrannt. Terroranschlag auf die USA, das können wir jetzt nicht machen. Diese Begründung kam mir schon damals sonderbar vor. Darf man Terror nicht mehr thematisieren, wenn er gerade passiert ist? Das Gegenteil ist der Fall: Gerade dann muss drüber geredet werden. Das dahinterstehende Prinzip nennt man „Verarbeiten“.

Ich kann nachvollziehen, dass sich ein großer Publikumsverlag nicht dem Vorwurf aussetzen will, pietätlos zu sein und die Würde von Anschlagsopfern mit Füßen zu treten, indem er ein Buch zum Thema platziert. So wie andererseits früher bei jeder Gelegenheit mehr oder weniger schamlos beispielsweise „Das Buch zum Film“ angepriesen wurde. (Heute bewirbt man stattdessen eher DVD-Sampler, also den Film zum Film, aber das Prinzip ist dasselbe.) Doch sprechen meine Romane nicht für sich? Da gibt es wohl drastische Szenen, aber grundsätzlich geht es um Respekt, Rechte, Würde, um Freiheit. Der Weg der Hauptfigur Jan Metzner ist ein einziger Kampf um Selbstbehauptung und um Würde. Er kämpft gegen eine Biowaffe. Wir kämpfen gegen eine Pandemie.

Das hat auf den ersten Blick nicht viel miteinander zu tun, doch wer meine Virenkrieg-Romane gelesen hat, dürfte für den Rest des Lebens eine tiefere Sicht auf Viren und Infektionsgeschehen haben. Meine Romane unterhalten nicht nur, sondern informieren auch, denn sie sind sauber recherchiert und geben den Stand des Wissens unserer Zeit wieder. Sie vermitteln Positionen, reflektieren das Handeln von Menschen in Krisenzeiten und sind daher genau die richtige Lektüre in dieser Zeit. Wenn sie mit etwas infizieren, dann mit Spannung. Also hat der Ybersinn-Verlag beschlossen, dass wir uns von Sars-CoV-2 nicht vorschreiben lassen, wann wir veröffentlichen. Daher bringen wir die Ebook-Ausgabe von McWeir – Virenkrieg V am 26. Mai heraus.

Übrigens: Die Entbindung der ersten Fassung von McWeir-Virenkrieg V fiel auf den 5. Dezember 2018. Da war das letzte Wort geschrieben. Es folgten Überarbeitungen. Ungefähr ein Jahr später, im Dezember 2019, tauchte der neue Erreger Sars-Cov-2, damals noch namenlos, erstmals in Wuhan auf. Sars-CoV-2 hat mit dem SVO aus den Virenkrieg-Romanen nichts zu tun. Das Sars-Virus ist ein auf natürliche Weise entstandenes Virus, keine Biowaffe wie SVO – auch wenn der Irre im Weißen Haus Sars-CoV-2 zu etwas wie einer Biowaffe zu machen versucht, um es für seinen Krieg gegen China zu instrumentalisieren.

Ich habe auf den Seiten von Ybersinn.de in all den Jahren seit dem Erscheinen der ersten Ebook-Ausgabe von Virenkrieg im Jahr 2013 wieder und wieder darüber geschrieben, dass die Experten das Auftreten eines solchen Krankheitserregers seit langem voraussagen. In den Virenkrieg-Romanen ist dieses Thema nachhaltig implementiert. Seit Jahrzehnten verfolge ich die einschlägigen Veröffentlichungen, nur um jetzt – wie sicher auch viele von Euch – feststellen zu müssen, dass die Welt trotzdem nicht vorbereitet war. Wie kurzsichtig leben wir eigentlich? Was muss sich ändern? Meine Virenkrieg-Romane können auf diese Fragen vielleicht ein paar Antworten geben. Demnächst mehr dazu.

Nächste Woche: Leseprobe: Die Prologe von McWeir – Virenkrieg V

Das Virenkrieg-Finale – Eine Übersicht

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