Skylla, das böse Baby

Virenkrieg 2 SkyllaGute Nachrichten: Mein neuer Roman Skylla – Virenkrieg II ist jetzt im Buchhandel. Ich habe das Buch schon vor mir! Es ist wieder ein unerhörtes Glücksgefühl, dieses Ergebnis jahrelanger Arbeit in Händen zu halten. Lange Strandspaziergänge gehören zur Entstehungsgeschichte ebenso dazu wie lange, schwere Nächte mit düsteren Gedanken und zerrauften Haaren. Zugleich muss ich aber daran denken, dass Skylla erst der zweite von fünf geplanten Virenkrieg-Romanen ist. Ungefähr Halbzeit, könnte man also sagen …

Worum es geht: –> HIER.

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Skylla, das böse Baby

Der arme Jan! Fliegt nach Ägypten, weil Unbekannte, die seine Schwester entführt haben, ihn dazu zwingen, und gerät hier in die Fänge der „Islamischen Allianz“, die ihn nicht wieder gehen lassen wird. Dabei wollte er eigentlich nur Mikro-Organismen züchten, um die Bodenqualität und das Wurzelwachstum von Nutzpflanzen zu verbessern. Genau das hat er in Griechenland getan. Und nun, in Al-Isrā, dem Stützpunkt der „Islamischen Allianz“, sieht er sich gezwungen, sich stattdessen mit Biowaffen zu beschäftigen, die einen Menschen innerhalb von drei Minuten töten. Statt seine Fähigkeiten in die Verbesserung der Lebensgrundlagen der Menschheit zu stecken, muss er sich mit dem Tod auseinandersetzen, mit dem Biowaffensystem Skylla & Charybdis. Das heißt: Falls er den Selbstversuch überlebt, denn er hat sich mit Skylla infiziert — und ist bereit, ein Scheitern seines Versuchs zu akzeptieren. Es kann sein, dass er die Infektion nicht überlebt. Es ist eine Art Gottesurteil, dem er sich am Schluss von Virenkrieg, dem ersten Roman des Virenkrieg-Zyklus, bewusst aussetzt.

Virenkrieg Cover 001Warum macht jemand so etwas? Weil er keinen anderen Weg sieht, weil er keine Optionen hat. Es ist keine freie Entscheidung, auch wenn sich Jan etwas anderes einredet. Nur den Zeitpunkt kann er halbwegs frei festlegen, an dem er die Herausforderung annimmt. Wir alle kennen solche Entscheidungen, und an ihnen zeigt sich, dass unser Wille alles andere als frei ist. Wir unterliegen Zwängen. Ein Beispiel: Wir alle müssen Geld verdienen. Also brauchen wir Arbeit. Die Entscheidung darüber, welchen Job wir annehmen und was dann aus uns wird — ist die wirklich frei? Machen wir wirklich aus unserem Leben, was an Potenzial darin steckt? Holen wir das Beste aus uns heraus, oder sind wir in all dem täglichen Gerangel irgendwann damit zufrieden, das Bestmögliche aus uns herausgeholt zu haben?

Mehr über Virenkrieg I: –> HIER.

Der freie Wille existiert, aber …

Wer will es den Menschen verdenken, dass sie sich vielleicht irgendwann sagen: Ich habe mich ins Zeug gelegt, habe versucht, mich einzubringen, aber jetzt mag ich nicht mehr; jetzt muss ich ein wenig die Füße hochlegen! So weit ist Jan noch nicht. Er kann noch. Seine Situation ist allerdings keine, in die man alltäglich mal so hineinrutscht. Jans halbfreie oder unfreie Entscheidungen sind für den gesamten Globus bedeutsam, auch wenn vermutlich die wenigsten Menschen jemals davon erfahren werden, was dieser arme Kerl dort in Al-Isrā leidet. Trotzdem: Niemand außer Jan kann Skylla besiegen, das mörderische Virus, die wichtigste Waffe der nebulösen Geheimorganisation SCOUT. Ob er will oder nicht — falls er die Infektion überlebt, wird er in der Pflicht sein, Skylla unschädlich zu machen.

Mit Skylla & Charybdis ist SCOUT in der Lage, Attentate zu verüben, ohne sie wie Attentate aussehen zu lassen. Das hat zum Beispiel im Fall von Philipp Schwartz sen. bestens funktioniert. Schwartz war ein angesehener US-Politiker, ein Senator, der bei einem — fingierten — Kanu-Unfall auf dem Winooski River im US-Bundesstaat Vermont ums Leben kam. Die Autopsie, von seinen Söhnen in Auftrag gegeben, hatte jedoch ein verblüffendes Resultat, das bei geöffnetem Brustraum wie ein Mega-Herzinfarkt aussah. Genau das ist das Werk von Skylla. Und wie der Zufall es will, häufen sich derzeit Todesfälle durch Herzinfarkt, insbesondere unter islamischen Hetzern und islamistischen Hasspredigern, so dass CNN-Moderator Marc Ryan sich schon genötigt sieht, in Skylla – Virenkrieg II ironisch zu kommentieren:

„Es scheint dem Herzen nicht besonders zuträglich zu sein, gegen den Westen zu hetzen.“

Willkommen im Virenkrieg!

Blowback

„Gewalt erzeugt Gegengewalt“, lasse ich in Skylla – Virenkrieg II einen fiktiven Professor für Kommunikationswissenschaft sagen, Leonard Walters von der Uni Amherst. Weiter: „Wenn Sie diesen Teufelskreis durchbrechen wollen, müssen Sie anfangen zu reden. Irgendwann. Wenn Sie nicht reden wollen, dann wollen Sie diesen Teufelskreis nicht durchbrechen. Dann stellt sich als nächstes die Frage: Was haben Sie davon, dass der Teufelskreis funktioniert?“

Es tut mir als Autor gut, solche Binsenweisheiten pointiert herauszustellen. Ich bin ein politischer Mensch. Skylla – Virenkrieg II ist ein politisches Buch, das direkt mit unserer Gegenwart zu tun hat, obwohl es ein wenig in der Zukunft spielt. Das Zitat über den Teufelskreis fällt in einer Talkshow, der Justin Darkwater zusieht, ein US-Biowaffen-Ingenieur, der auch in Virenkrieg – Erstes Buch eine Rolle spielte. So einfach diese Worte auch daherkommen: Sie sind schlicht wahr. Seit dem 4. Oktober 2001, dem Tag, an dem unter dem Eindruck von 9/11 der NATO-Bündnisfall ausgerufen wurde, steht der Westen im „war on terror“ mit dem islamistischen Terrorismus und zunehmend mit der islamischen Welt insgesamt. Jede militärische Aktion zieht Vergeltungsaktionen der Gegenseite nach sich. Es fällt schwer, den Irakkrieg von 2003 als etwas anderes zu sehen als eine gigantische Terrornachzucht. Die Entstehung des „Islamischen Staats“ ist in diesem Sinne ein „Blowback“, eine scharfe Reaktion auf eine Aktion, mit der die Gegenseite eigentlich schwer getroffen werden sollte. Aber die wehrt sich eben …

Der Begriff „Blowback“ ist eigentlich Geheimdienst-Jargon und verniedlicht die Dinge. „Blowback“ bedeutet, dass Menschen sterben. Immer, unausweichlich. Als handle es sich um ein Naturgesetz. Doch das ist Unsinn. Der Beweis dafür, dass es nicht so sein muss, wurde bereits geführt. Er wurde erbracht von Menschen wie Mahatma Gandhi und Nelson Mandela. Der Teufelskreis der Gewalt lässt sich durchbrechen. Die Frage ist nun: Welchen Beitrag kann Jan Metzner in Al-Isrā dazu leisten?

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