Die Rolle der traditionellen Medien im Virenkrieg

Virenkrieg

Roman-Zyklus von Lutz Büge

McWeir – Virenkrieg V (Ebook)

Biowaffen, Geheimorganisationen
und einsame Entscheidungen –
die Menschheit am Rand ihrer Auslöschung.

„Ein Zukunftsthriller,
der erschreckend real erscheint.“

Maren Bonacker über „Virenkrieg“ im
Börsenblatt des deutschen Buchhandels (19/2020)

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Die Rolle der traditionellen Medien im Virenkrieg

Oft wird in den Diskussionen, die es erfreulicherweise nach meinen Lesungen immer gibt, der Stil meiner Virenkrieg-Romane hervorgehoben: Sie seien extrem realistisch, es sei manchmal schwer, zwischen Fiktion und Realität zu unterscheiden. Welche Details entspringen der Wirklichkeit, welche habe ich mir nur ausgedacht? Nur am Rande: Im Virexikon, dem Online-Nachschlagewerk zum Virenkrieg, habe ich darum manche Inhalte mit Realitäts- bzw. Fiktiv-Buttons gekennzeichnet. Nur mal so als Hinweis.

Virenkrieg-Autor Lutz Büge
schreibt auf Ybersinn.de über
die Hintergründe seines Romanzyklus.

Fiktion oder Realität? Das ist nicht immer leicht zu beantworten, denn auch das, was ich mir „nur ausgedacht“ habe, entspringt ja der Wirklichkeit, weil es eine Reaktion auf diese ist, aus mir heraus. Aber was die Menschen offenkundig bewegt, ist die Frage nach dem Faktischen in einer Zeit der „Fake News“. Doch klammern wir uns nicht zu sehr an die Frage, was wahr ist und was nicht. Horchen wir lieber in uns hinein und bewahren uns das Misstrauen gegenüber allem, was uns erzählt wird. Halten wir kritische Distanz – analog zum „social distancing“ in Corona-Zeiten.

Ich werfe mal folgende These in den Ring: Das Geschehen in den Virenkrieg-Romanen wirkt realistisch, weil es so dargestellt wird, wie unsere Lese- und Sehgewohnheiten eine realistische Darstellung erwarten. Dazu dient im Wesentlichen ein erzählerischer Trick: der Einsatz von Medien. Was da in den Nachrichten kommt, wirkt, als käme es wirklich in den Nachrichten. Der Trick funktioniert, das Erzählte wirkte realistisch. Eigentlich müsste man sagen: pseudorealistisch.

Ständig kommen im Virenkrieg-Zyklus Medien vor, die Informationen liefern, welche die Romanhandlung unterfüttern. New York Times, Washington Post, CNN, gelegentlich auch Fox News, Der Spiegel und in Incubus – Virenkrieg III auch Blogs wie Inside Mind. Eine der Nebenfiguren der Handlung ist die Bloggerin Diane Arnsworth, die mit ihren Enthüllungen über das Attentat auf JFK und über SCOUT eine mächtige Entwicklung anstößt.

Trotzdem ist das Bild, das die Medien in den Romanen abliefern, nicht besonders realistisch, denn in den kommenden Jahren werden die traditionellen Medien vermutlich weiter an Einfluss verlieren, während die sogenannten „sozialen Medien“ wie Facebook, Twitter, Instagram und wie sie alle heißen, an Bedeutung gewinnen werden. In den Virenkrieg-Romanen sind diese Medien, die ich lieber „Online-Netzwerke“ nenne, nicht angemessen vertreten. Die Virenkrieg-Romane liefern kein Bild der Medienlandschaft der Jahre 2024 und 2025, das realistisch wäre. Bei genauerem Hinsehen wirkt diese Medienlandschaft sogar eher so, als wäre sie den 1990er Jahren entsprungen.

Dennoch funktioniert der Trick, der sich die Lese- und Sehgewohnheiten meiner Leserinnen und Leser zunutze macht: Diese Methoden der Information und Kommentierung kennt man einfach aus dem realen Leben, man ist daran gewöhnt. Wenn CNN in Evan – Virenkrieg IV den Skandal um die USS Ticonderoga enthüllt, die New York Times Informationen über verdeckte Geschäfte der CIA mit Hochtechnologie aufdeckt und hinsichtlich der Entwicklung in Israel  „Der neue Exodus“ titelt, dann ist das genau die Art, wie Medien im 20. Jahrhundert funktioniert haben. Diese Beiträge sind gekennzeichnet von kritischer Distanz des Journalismus, liefern Hintergründe und leisten Einordnung. Als Stilmittel im Virenkrieg geben sie dem Romangeschehen einen quasi-dokumentarischen Rahmen, der das fiktive Geschehen fast real, vor allem aber glaubhaft erscheinen lässt.

Nächste Woche: Wir leben zu kurzsichtig

Das Virenkrieg-Finale – Eine Übersicht

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