Der große Bogen oder: Prequel? Sequel? Was denn nun?

Virenkrieg

Roman-Zyklus von Lutz Büge

McWeir – Virenkrieg V (Ebook)

Biowaffen, Geheimorganisationen
und einsame Entscheidungen –
die Menschheit am Rand ihrer Auslöschung.

„Ein Zukunftsthriller,
der erschreckend real erscheint.“

Maren Bonacker über „Virenkrieg“ im
Börsenblatt des deutschen Buchhandels (19/2020)

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Der große Bogen – oder:
Prequel? Sequel? Was denn nun?

Ich werde immer wieder gefragt, wie ich denn bloß auf „solche Ideen“ komme. „Solche Ideen“, das sind offenbar abseitige Ideen, überraschende, unerwartete Ideen. Das ist nicht böse gemeint, denn in der Überraschung liegt immer auch ein positives Moment: Auf diese Ideen wäre man nicht selbst gekommen, aber es ist gut, dass andere drauf kommen und was draus machen, so dass ich was davon habe. „Solche Ideen“ sind also durchaus bereichernd, mögen sie auf den ersten Blick auch abseitig bis hanebüchen wirken. Aber so ist es ja oft im Genre der fantastischen Literatur, nicht wahr? Eine künstlerische Großtat wie beispielsweise der Film „2001 – Odyssee im Weltraum“ von Stanley Kubrick hat nur auf den ersten Blick nichts mit unserer Realität zu tun.

Virenkrieg-Autor Lutz Büge
schreibt auf Ybersinn.de über
die Hintergründe seines Romanzyklus.

„Solche Ideen“ kommen nicht aus dem luftleeren Raum. Es gibt Gründe dafür, warum sie kommen. Im Fall meines Virenkrieg-Zyklus kann ich diese Gründe klar benennen. Ein Wort reicht: Genetics. Das ist der Titel eines Romans, der 1999 erstmalig und 2013 in überarbeiteter Fassung erschienen ist (letztere bisher nur als Ebook). Die Geschichte in aller Kürze: Im unterirdischen Genlabor Block Arkansas wacht die künstliche Intelligenz Ciah gottgleich über das Projekt der Artverbesserung. Ihre Produkte, die Tics, sehen nach 150 Jahren der gentechnologischen Weiterentwicklung noch aus wie Menschen. Doch dann läuft der Tic Cal Amok und bringt das ganze Projekt an den Rand des Scheiterns.

Mitten im Roman finden die Rebellen alte Dokumente, darunter das „Tagebuch einer Mutter“. In diesen Aufzeichnungen sind die ersten Monate des Betriebs von Block Arkansas im Jahr 2022 dokumentiert, und die sind der Grund dafür, dass es den Virenkrieg-Zyklus gibt: Da war eine Geschichte zu erzählen. Viele meiner Leserinnen und Leser der Buchausgabe von 1999 hätten wohl eher erwartet, dass ich die Fortsetzung von Genetics liefere. Die wird wohl irgendwann noch kommen müssen, denn das Ende des Romans ist sozusagen offen. Wichtiger war mir aber, die Vorgeschichte zu erzählen, speziell die Geschichte der Ereignisse an drei Tagen im April 2025, die auch in Genetics eine Rolle spielen. Um diese drei Tage geht es in McWeir – Virenkrieg V. Die vier vorangegangenen Romane des Zyklus erzählen, wie es dazu kommt.

Genetics ist also einerseits, wie man heutzutage so schön sagt, ein Sequel von Virenkrieg, also eine später darauf folgende Geschichte bzw. Fortsetzung. Das folgt allein schon aus der Datierung: Die Virenkrieg-Romane spielen in den Jahren 2022 bis 2025, Genetics 150 Jahre später. Von der Evolution der Romane her war es jedoch umgekehrt: Die Virenkrieg-Romane entstanden aus Genetics. Sie sind also Prequel und Sequel zugleich.

Genetics. SciFi-Thriller. E-Book. Ca. 445 Seiten.
ISBN: 9783981738827. Preis 9,99 Euro.

Es gibt eine Überlappung an prominenter Stelle: Der Prolog von Evan – Virenkrieg IV (hier gibt es ihn als freie Leseprobe) spielt in Block Arkansas, kurz nachdem das Genlabor versiegelt wurde. Darüber hinaus existieren in den Virenkrieg-Romanen zahlreiche Anspielungen auf Block Arkansas. Wer Genetics gelesen hat, wird mit dem Namen Lucas Phelps, einer Koryphäe der Informationstechnologie, etwas anfangen können. Der taucht auch schon in Virenkrieg – Erstes Buch beiläufig auf. In Evan – Virenkrieg IV werden die Bezüge konkreter. Schließlich stehe die Eroberer sogar vor dem Lift, der Verbindung nach Block Arkansas  – allerdings ohne zu verstehen, was sie da entdeckt haben. Das wird erst in den Verhören enthüllt, die Jan Metzner und Marc Johnson im Verlauf von McWeir – Virenkrieg V führen.

Das Finale des Virenkrieg-Zyklus erzählt, was die gefangenen Mütter in Genetics unten in Block Arkansas nur aus der Ferne am TV mitbekommen: Die USA werden mit einer fürchterlichen Biowaffe angegriffen. In Genetics stellt sich das Geschehen geradezu apokalyptisch dar, und es entsteht der Eindruck, die menschliche Zivilisation werde ausgelöscht. Jan Metzner, Phil Schwartz und sein jüngerer Bruder Jonathan sind mittendrin in diesem Geschehen.

Nächste Woche: Die Rolle der traditionellen Medien im Virenkrieg

Das Virenkrieg-Finale – Eine Übersicht

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