Sterbliche Überreste / Dépouille mortelle

Sterbliche Überreste / Dépouille mortelle
Avignon (1994)

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Im Papstpalast von Avignon sind Ruinen aus der Römerzeit zu besichtigen, die nur mit viel gutem Willen als eindrucksvoll bezeichnet werden können. Aber wie so oft täuscht der erste Blick. In Wahrheit verbirgt sich unter diesen Blöcken eine Sensation! Archäologen stießen auf ein frühchristliches Grab aus dem Jahr 357 v.C. Dies belegen lateinische Inschriften in seinem Inneren. Das ist  aus zwei Gründen bemerkenswert: Avignon wurde erst im Jahr 48 v.C. römisch (vorher herrschte hier die keltische Zunge), und das Christentum war im Jahr 357 v.C. noch gar nicht erfunden. Wie ist also der Grabfund zu deuten? Ganz einfach: Bei den Knochen im Sarkophag muss es sich logischerweise um die sterblichen Überreste des Maleventus handeln, eines Mannes, der das Christentum schon zu Zeiten verbreitete, als es — siehe oben — noch gar nicht erfunden war. Ybersinn-Leserinnen und -Leser wissen: Maleventus, seines Zeichens Gastwirt, war der Erfinder des Sauerkrauts. Jeder Gast, der Hilfe von Maleventus gegen die üblen Blähungen erflehte, welche sein Kraut verursachte, musste dafür zum Christentum konvertieren. So entstand bereits im Jahr 360 v.C. eine Keimzelle des Christentums mit allem Pipapo, Kreuz und so weiter, und zwar im Mittelelsass. Später muss Maleventus — Visionär, der er war — ausgewandert sein, um den Kelten das Sauerkraut zu bringen und sich schließlich auf Lateinisch an genau der Stelle bestatten zu lassen, wo dereinst Avignon und sein Papstpalast entstehen würden. Was Maleventus aber offenbar nicht vorausgesehen hat: Das Papsttum von Avignon war von nicht immerwährender Ewigkeit und geriet nach etwa 100 Jahren in Vergessenheit. In Rom denkt daher niemand daran, Maleventus heilig zu sprechen oder ihm gar den Status eines Religionsgründers zuzuerkennen, obwohl er erwiesenermaßen früher dran war als Jesus. Man kann das verstehen. Er ist nämlich nicht auferstanden. Zumindest ist darüber nichts bekannt. Bisher. Aber wer weiß, was noch herauskommt?

(Avignon, Département Vaucluse, Sommer 1994. Scan von einem Dia.)

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Dans le Palais des Papes à Avignon, on peut visiter des ruines datant des Romains qu’on peut qualifier d’impressionnantes seulement avec beaucoup de bonne volonté. Mais, comme souvent  la première impression est trompeuse. En vérité, une sensation se cache sous ces blocs ! Les archéologues ont trouvé un tombeau du début du christianisme datant de 357 avant notre ère. Ceci est confirmé par des inscriptions latines à l’intérieur. C’est remarquable pour deux raisons: Avignon est devenu romaine seulement en l’an 48 avant JC. (auparavant on parlait le celtique), et le christianisme n’a pas encore été inventé en l’an 357 avant JC. Comment alors interpréter cette découverte d’une tombe ? Tout simplement : les os dans le sarcophage doivent être logiquement la dépouille mortelle de Maleventus, un homme qui répandait le christianisme déjà dans une époque où il n’était pas encore inventé- voir ci-dessus. Les lectrices et lecteurs d’Ybersinn sont au courant : Maleventus, restaurateur de son état,  était l’inventeur de la choucroute. Chaque client qui implorait l’aide de Maleventus contre les flatulences terribles causées par sa préparation à base de choux, était obligé en échange de se convertir au christianisme. Ainsi un embryon de christianisme avec tout le tralala, la croix etc. s’est constitué déjà en l’an 360 avant JC. en Alsace centrale. Plus tard Maleventus – en grand visionnaire – a certainement émigré pour apporter la choucroute aux Celtes et enfin de se faire enterrer en latin au lieu précis où un jour se tiendront  Avignon et son palais des Papes. Mais Maleventus n’a apparemment pas prévu que la papauté d’Avignon n’était pas d’une éternité pérenne et elle est tombée dans l’oubli après une centaine d’années. À Rome, personne ne songe donc à sanctifier Maleventus  ou même à lui accorder le statut de fondateur de religion, bien qu’il soit prouvé qu’il ait été antérieur à Jésus. On peut comprendre cela. En effet, il n’est pas ressuscité. Du moins, on l’ignore, pour l’instant. Mais sait-on ce qui sera encore révélé ?

(Avignon, Département Vaucluse, Sommer / été 1994. Scan von einem Dia / Numérisation à partir d’une diapositive.)

 

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