Unser Modell

VerlagslogoAuf dieser Seite erzählen wir etwas über unsere Liebe zu Büchern, über das Modell, mit dem wir Bücher herausbringen wollen, über Lust am Lesen und die Realitäten des Buchmarkts. Der Ybersinn-Verlag wurde am 2. April 2015 gegründet — wir berichteten. Im ersten Jahr seiner Existenz bringt der Verlag zwei E-Books und ein gedrucktes Buch heraus: Virenkrieg — Erstes Buch von Lutz Büge. Wir sind fest davon überzeugt, dass dieser Roman, der unsere Gegenwart kritisch und spannend spiegelt, eine weite Verbreitung verdient hat. Doch zunächst ein bisschen was Grundsätzliches. Wir haben uns nämlich Gedanken gemacht, wie wir als junger Verlag Autoren gewinnen und veröffentlichen und zugleich das Risiko gering halten können.

.

Unser Modell: Wie der Ybersinn-Verlag Romane herausbringen will

Von Thomas Vögele, Ybersinn-Verlag

Schon klar: Wenn man einen Verlag gründet, dann gründet man ein Unternehmen. Und das bedeutet, dass man ein unternehmerisches Risiko einzugehen bereit ist. Klar ist allerdings auch: Die Verlagsbranche befindet sich in der Krise. Wir als junger Verlag sind gut beraten, vorsichtig zu sein. Wir haben keine Lust darauf, einfach nur Geld zu verbrennen. Wir wollen zwar Geld in die Hand nehmen, um Bücher zu veröffentlichen, die wir mögen, aber wir wollen das mit kalkuliertem Risiko tun.

Bevor ich das Modell erläutere, wie der Ybersinn-Verlag arbeiten soll, möchte ich etwas festhalten: Der Verlag soll nach dem Prinzip der „schwarzen Null“ arbeiten. Wir erwarten keine Gewinne, keinen Profit, sondern nur, dass der Verlag mittelfristig keinen Verlust macht. Dann ist alles gut. Dafür setzen wir unsere Arbeitskraft, unsere Kreativität und auch unser Geld ein. Zugleich aber nehmen wir unsere künftigen Autorinnen und Autoren mit ins Boot.

Geteiltes Risiko

Wer Romane schreibt, möchte diese veröffentlicht sehen. Natürlich träumen alle Autorinnen und Autoren davon, von ihren Werken leben zu können, aber die Realität ist zu hart für diesen Traum — meistens jedenfalls. Es geht nun darum, einen Schritt nach dem anderen zu tun. Am Anfang ist die Veröffentlichung. Um die geht es hier in erster Linie. Und natürlich um den Versuch, damit Erfolg zu haben. Darum wollen wir das unternehmerische Risiko mit unseren Autorinnen und Autoren teilen.

Es ist eigentlich ganz einfach: Wir bringen Romane, die wir mögen und die unserem Verständnis von guter Unterhaltung entsprechen, zunächst als E-Books heraus. Dabei geht der Verlag in Vorleistung: Er sorgt für Lektorat, Cover, Marketing. Die Summen, die durch die E-Book-Verkäufe hereinkommen, werden angespart, bis eine bestimmte Grenze erreicht ist, an der wir sagen können: Das Werk hat am Markt, bei den Leserinnen und Lesern, Interesse gefunden. Die Leute mögen es. Also nehmen wir nun das angesparte Honorar, legen ungefähr die gleiche Summe noch mal drauf und lassen drucken. Und dann geht es hoffentlich richtig los.

Ein Rechenbeispiel

Nehmen wir an, Dein Roman wird als E-Book unter unserem Label für 9,99 Euro vertrieben. Da für E-Books der volle Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent gilt, reden wir von netto 8,40 Euro. Von diesem Betrag bekommen die Online-Shops, die E-Books vertreiben, in der Regel ungefähr die Hälfte. 4,20 Euro netto werden in diesem Rechenbeispiel also an den Verlag überwiesen. Dieses Geld legt er zurück, 25 Prozent behält er. Das E-Book muss sich rund 190-mal verkaufen, um auf diese Weise allein die Kosten für die Cover-Gestaltung wieder hereinzuholen. (Ein professionell gestaltetes Cover kostet branchenüblich 200 Euro.) Die 25 Prozent bekommt der Verlag für die Arbeit, die er vor dem Erscheinen des Werks in den Roman steckt. Das Risiko trägt der Verlag, denn es ist ja keineswegs gesagt, dass der Roman sich auch wirklich verkauft. Diesen Abschnitt des Projekts nenne ich Phase 1.

Phase 2 bedeutet: Die übrigen 75 Prozent, also 3,15 Euro pro verkauftem E-Book, werden angespart. Du als Autor oder Autorin verdienst also zunächst nichts an Deinem Roman, sondern investierst zusammen mit dem Verlag, der ebenfalls nichts verdient, in die Zukunft. Wir wollen dabei zunächst nur auf einen Achtungserfolg hinsteuern: Den „break even“, den entscheidenden Punkt, siedeln wir bei rund 300 verkauften E-Books an. Dann hat Dein Roman etwa 1000 Euro angespart, und nun reden wir darüber, in Druck zu gehen. Auch jetzt tritt der Verlag wieder in Vorlage, denn das angesparte Honorar reicht natürlich nicht, um eine volle Druckauflage zu bezahlen. Wir müssen schätzungsweise noch einmal dieselbe Summe drauflegen. Aber wenn ein Roman sich als E-Book 300-mal verkauft hat, wird er auch als gedrucktes Buch seine Leserinnen und Leser finden.

Virenkrieg Cover 001

Der Roman „Virenkrieg“ von Lutz Büge ist im Juli 2015 als erstes gedrucktes Buch im jungen Ybersinn-Verlag erschienen. Mehr Informationen über den Roman im Anschluss an diesen Artikel.

Es kann natürlich sein, dass die magischen 300 nicht erreicht werden, dass Dein Roman floppt. Wir wollen keineswegs voreilig sein. Jedes E-Book, das wir herausbringen, bekommt drei Jahre Zeit, mit unserer Hilfe seinen Weg zu gehen. Wenn es in dieser Zeit wider Erwarten nicht gelingt, genug Interesse zu finden und damit auch Geld für den Druck anzusparen, machen wir eine Schlussabrechnung.  Die ursprünglichen 4,20 Euro, die von den Online-Shops kommen, teilen wir hälftig, das heißt Du bekommst pro verkauftem E-Book 2,10 Euro netto ausgezahlt. (Netto heißt hier: Mehrwertsteuer rausgerechnet; dieses Geld musst Du natürlich versteuern.) Das angesparte Honorar geht also nicht verloren: Entweder wird es für den Druck eingesetzt, oder Du bekommst es mit Verspätung auf Dein Konto. Das entspricht einem Autorenhonorar von 21 Prozent, das am Ende auch bei Misserfolg bei Dir bleibt. Zum Vergleich: In der Verlagsbranche ist es üblich, zwischen sechs und zwölf Prozent Honorar pro Verkauf eines gedruckten Buchs zu zahlen. Bei erfolgsorientierten Honorarmodellen können es auch 20 Prozent sein, aber dann bekommst Du erst Honorar, wenn die Kosten für die Deckungsauflage hereingekommen sind, das heißt wenn der Verlag seine Kosten hereingeholt hat. So ähnlich machen wir es hier auch — mit dem Unterschied, dass wir das E-Book anders einsetzen, als es sonst in der Verlagsbranche üblich ist: Wir begreifen es als Chance, nicht allein als zusätzlichen — und irgendwie eher lästigen — Absatzweg.

Phase 3

Das Ziel ist und bleibt dennoch, ein gedrucktes Buch herauszubringen, denn E-Books sind schön und gut, aber sie können doch mit dem gefühlten, in Händen gehaltenen gedruckten Buch, einem sinnlichen Erlebnis, nicht mithalten. Gedruckte Bücher liegen in Buchhandlungen zur Ansicht aus, gedruckte Bücher kannst Du verschenken und als Leseexemplare verschicken, Du kannst sie signieren und damit auf Lesereise gehen. All das geht mit E-Books weiterhin nicht oder nur eingeschränkt. Daher starten wir mit Virenkrieg – Erstes Buch, einem Thriller von Ybersinn-Autor Lutz Büge, der an Nieren und Nerven geht. Mit Sicherheit wirst Du die Welt nach Virenkrieg anders sehen. Im Jahr 2015 wird dies der einzige Roman bleiben, den wir drucken lassen, aber wer weiß — vielleicht sind es 2016 schon zwei Romane, die wir neu herausbringen? Oder drei? Ein Schritt nach dem anderen, mit Bedacht. Sobald unsere Verlags-Homepage am Netz ist, können wir daran denken, uns Skripte anzusehen. Wir brauchen dann ein Exposé, das einen inhaltlichen Überblick gibt, und die ersten 15.000 bis 20.000 Zeichen. Dabei ist das Genre zunächst völlig egal: Ob Krimi, SciFi oder historischer Roman, ob Frauen- oder Männererklärer oder Familiengeschichte, die Zeitgeschichte dokumentiert – mir als Verleger kommt es vor allem darauf an, dass Dein Werk gut unterhält. „Gute Unterhaltung“ ist unser Slogan. Gute Unterhaltung ist, das wird sich ganz bestimmt zeigen, ein weites Feld!

Der Anfang ist gemacht

Was auch immer die Zukunft für den Ybersinn-Verlag und seine Autorinnen und Autoren bringen mag – der Anfang ist gemacht. Ich bin überzeugt davon, dass es eine spannende Zeit werden wird. Die Branche ist schwierig, das Geschäft schwer; aber Bücher sind schön. Wir lieben gute Bücher, und wir lieben gute Unterhaltung. Darum habe ich diesen Verlag gegründet. Diesem Anfang wohnt ein Zauber inne. Ich lade Dich ein, dem Ybersinn-Verlag auf seinem Weg zu folgen und ihn mitzugehen — als Leserin oder Leser, als Autor oder Autorin oder auch einfach als interessierter Mensch.

Drück‘ uns bitte ganz feste die Daumen!

Ecklogo klein

Virenkrieg Cover 001„Verehrte Herren, lassen Sie mich nun zum Punkt kommen. Welche Kriterien zeichnen ein echtes Killervirus aus? Ich glaube, es sind vier:
Erstens: Hohes Ansteckungspotenzial. Es kann leicht übertragen werden. Unübertroffen ansteckend ist  das Pocken-Virus, aber auch Influenza-Viren wie H5N1 können das gut.
Zweitens: Hohe Sterbequote mit dem Potenzial, selbst das beste Gesundheitssystem zum Zusammenbruch zu bringen. Unübertroffen: das Marburg-Virus mit bis zu 90 Prozent Toten.
Drittens: Mieses Image. Unser Killervirus löst Panik aus und lässt das gesellschaftliche Zusammenleben zum Erliegen kommen.
Viertens: Kein Gegenmittel. Es steht kein Impfstoff zur Verfügung und es kann in der Eile auch keiner hergestellt werden. Im Idealfall sollte es sich also um ein unbekanntes Virus handeln, das noch nicht erforscht werden konnte.
Und damit kommen wir zum Kern dieser Veranstaltung, sehr geehrte Herren, denn ich hätte hier etwas für Sie, hier in diesem kleinen, unscheinbaren Hochsicherheitsbehälter …“
Auszug aus den SCOUT-Protokollen, März 2017

Böse? Das war erst der Anfang. Mehr gibt es –> HIER.

Virenkrieg – Erstes Buch. Roman. Ybersinn-Verlag Offenbach.
Paperback. Ca. 440 Seiten. 14,90 Euro. ISBN: 9783981738803.
In Buchhandel oder beim Ybersinn-Verlag. Direkt-Bestellung –> HIER.

Das E-Book bekommst Du für 9,99 € in allen gängigen Online-Shops.
ISBN 9783844292503.
Oder bei unserem Haus-Shop Epubli.de: –> HIER.

 

Ecklogo klein

–> Verlags-Startseite    –> Ybersinn-Startseite