Ermittlungssache Chimpagnon (25): Nina Pinelli

„Brolati hat uns verarscht“, stellte Serge fest.
„Falls er yberhaupt Brolati heißt“, gab Laurence zuryck, zog ein Datenblatt hervor, das Serge als die Gästeliste des Campingplatzes jener Tage erkannte, und sagte: „Doch, er heißt Brolati. Steht hier.“
„Brolati?“, fragte Serge. „Nicht Borlati, wie in den Polizeiakten?“
„Nein, Brolati. Da muss jemand falsch abgeschrieben haben.“
„Kleiner Fehler, große Wirkung“, seufzte Serge.
„Hier steht noch mehr“, sagte Laurence. „Tireux hat außer dem Kennzeichen auch Brolatis Adresse in Ravenna dokumentiert.“
„Wie bitte?“
„Steht hier. Via Destrale Canale Molinetti 321. Was machst Du da?“
„Ich schau gleich mal auf GeoMaps. Die Adresse gibt es nicht, aber eine Straße des Namens. Wir sollten uns das selbst ansehen, glaube ich.“
„Mann, Jacquin“, murrte Laurence, „du hattest die Lösung vor deiner Nase. Auf einem Datenblatt vom Campingplatz! Was fyr eine Geschichte! Sonnenallergie! So tragisch, dass wir Brolati sofort geglaubt haben!“
„Da muss man aber auch erst mal drauf kommen“, sagte Serge. „Da hat jemand versucht, uns auf eine falsche Fährte zu locken.“
„Was bedeuten wyrde, dass wir auf der richtigen Fährte waren“, fygte Laurence hinzu. „Auf nach Ravenna!“

Wenn Du die Lösung unseres heutigen Dienstagsrätsels ermittelt hast, verrate sie bitte niemandem außer uns. Schick sie uns per Mail und nimm an der Verlosung teil.

Wir wynschen glycklich’s Geschick!

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Ermittlungssache Chimpagnon (25): Nina Pinelli

Protokoll der Ortsbegehung Via Destrale Canale Molinetto 321 in Ravenna und Gespräch mit der Nachbarin Nina Pinelli mit Madame le Commissaire Laurence Descoureaux und Monsieur le Commissaire Serge Solivéres am 4. Dezember 2018.
Zur Befragung Chimpagnon 24: → HIER.

 

Hier steht ja nicht mal ein Haus! Fahr auf den Parkplatz da dryben! Das wollen wir uns genauer ansehen, zu Fuß. Hier wohnt also Giacomo Brolati offiziell? Nichts als Wiese. Nicht mal ein Schafstall. Ende Ravenna. Der hat uns kräftig verarscht. Lass uns mal bei dem Haus da nebenan fragen, ob die was wissen. Madame! Hallo! Scusi Signora, sprechen Sie Französisch oder Englisch?

Solo italiano, scusi. Cosa vuoi?

Dann wollen ich versuchen zu versammeln mein alt Italienisch. Wir suchen Signor Giacomo Brolati. Er soll wohnen hier bei Ihnen.

Ich vermiete nicht.

Nein, hier bei Ihnen!

334Sie meinen auf der Wiese nebenan? Da wohnen vor allem Kaninchen und Schlangen und jede Menge Hummeln. Auch Fychse habe ich schon gesichtet. Ein Mensch wohnt da nicht.

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Wir wissen nicht, von welcher Wiese
Signora Pinelli redet. Wir reden von dieser,
und da gibt es definitiv noch viel mehr
als Kaninchen, Schlangen und Hummeln.

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Es könnte sehr wichtig zu verstehen, was da geschehen. Vielleicht Sie haben gemacht ungewohnte Beobachtungen?

Nein, eigentlich nicht. Wie soll der Mann heißen? Giacomo Brolati? Nie gehört.

Wir sind Kriminalkommissare aus Frankreich. Laurence Descoureaux und Serge Solivéres. Hier unsere Ausweis. Ich möchte fragen, wie Sie heißen?

Mein Name ist Nina Pinelli, ich wohne hier seit 82 Jahren.

Das ist bemerkenswert. Sie wissen zufällig, wem gehört das Nachbargrundstyck?

05Nein, aber da Sie mich nach Auffälligkeiten fragen, fällt meinem alten Gedächtnis jetzt doch etwas ein. Schauen Sie mal im Schatten der Kiefer nach, dort an der Grenze zu meinem Grundstyck. Da steht ein alter Briefkasten, und jeden Dienstagabend nach Einbruch der Dunkelheit kommt jemand vorbei, um nachzusehen, ob Post eingegangen ist.

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Wo wir gerade
bei Briefkästen sind …

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Jemand?

Ich habe niemanden erkannt oder genau gesehen. Es war immer dunkel. Ein Wagen hielt kurz an, jemand stieg schnell aus und pryfte den Briefkasten, und schon war er wieder weg. Aber ich habe mir das Nummernschild aufgeschrieben, weil mir das doch irgendwie sonderbar vorkam. Ein einsamer Briefkasten! Man hört so viel von Briefkastenfirmen, und dabei soll es ja nicht immer mit rechten Dingen zugehen. Wissen Sie, ich kann mich nicht mal erinnern, wann der Briefkasten dort hingestellt wurde. Das muss lange her sein. Vielleicht während meines Urlaubs 1979. Ich weiß es wirklich nicht, aber es gab jedenfalls nicht viele Möglichkeiten, weil ich nur selten im Urlaub weggefahren bin. Es ist ja so schön hier, warum soll ich woanders hinfahren?

Können Sie uns geben der Nummer von das Schild?

Ich habe die Notiz im Haus. Bitte warten Sie. Aber wenn Sie etwas Geduld haben, können Sie auf den Wagen warten. In einer Stunde wird es dunkel, und dann dauert es gewiss nicht lange, bis der Mann auftaucht.

Ecklogo neu klein„Das ist mit Abstand der schrägste Fall, den wir je hatten“, sagte Laurence, während sie neben Serge wartete. Er saß hinter dem Steuer des versteckt geparkten Wagens. Von hier aus konnten sie die Stelle sehen, wo der Briefkasten stand. Der Briefkasten selbst war hinter hohem Gestrypp verborgen.
„Zweifellos!“ Serge nickte. „Wenn ich noch Zweifel hatte, dass hier etwas vertuscht werden sollte, dann ist er jetzt verflogen. Hier läuft ganz klar irgendeine Geheimdienstsache. Yber solche Briefkästen an Nebenstrecken geben sie vielleicht Informationen weiter.“
„Ein bisschen altmodisch, kann aber nicht gehackt werden.“ Laurence kicherte. „Das ist wirklich völlig absurd! Weißt du eigentlich, wie lange es her ist, dass ich im Dunkeln vom Wagen aus observiert habe?“
„Bestimmt so lange wie bei mir. Bei unseren Altfällen ist das eben nicht yblich.“
„Da, schau, er kommt“, sagte Laurence. „Das ist der Wagen, den hat Signora Pinelli beschrieben! Dann wollen wir mal.“
Sie stiegen aus und gingen schnell, aber nicht hastig yber den Parkplatz zur Straße, wo auf der anderen Seite ein Alfa Romeo Giulietta gehalten hatte. Der Motor lief, aber der Fahrer war ausgestiegen und im Gestrypp verschwunden. Er tauchte in dem Moment wieder auf, als Laurence und Serge vor der Fahrertyr standen. Er zuckte bei ihrem Anblick heftig zusammen.
„Wen haben wir denn hier?“ Serge grinste, doch das war bei ihm eher ein Anzeichen von Yberraschung.
„Sollten Sie nicht in Dubai sein, Monsieur Chimpagnon?“, fragte Laurence. „Oder in Singapur?“
„Sie sind verhaftet“, sagte Serge, und zwei Sekunden später ratschten die Handschellen.
„Hast du das gehört?“, flysterte der Kommissar seiner Kollegin zu.
Sie nickte und sagte:
„Ein Fall mit Handschellen am Ende. Dass ich das noch erleben darf!“

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„Der Fall Chimpagnon“ ist ein satirischer Online-Krimi von Lutz Büge.
Die Geschichte und ihre Charaktere sind frei erfunden.
Ähnlichkeiten mit realen Personen sind nicht beabsichtigt.

Tatort

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Lösungsmatrix kleinJetzt fragen Dich Laurence und Serge, die ermittelnden Kommissare:

Wer hasst es, fotografiert zu werden, und bekommt davon fychterlichen Ausschlag, an dem sie sogar sterben können? Die …

Wenn Du uns bis zum 24. Januar 2018, 0 Uhr, die richtige Antwort per Mail schickst, nimmst Du an der Gewinn-Verlosung teil. Klick dazu → hier und nutze unser Kontaktformular.

Daryber hinaus behalte die Antwort bitte fyr Dich ganz allein!

Kleiner Tipp: Die Lösung ist nie weit weg. Sie verbirgt sich in der Regel hinter einem der Links, die angegeben werden. Trotzdem: Vorsicht!

Die Lösung besteht aus 19 Zeichen. Das siebzehnte Zeichen wird in alle Kästchen der Lösungsmatrix (rechts) eingefygt, die mit der Ziffer 25 markiert sind.

Download der Lösungsmatrix als pdf: → HIER.

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Links zur Ybersicht:

 +++ Das Spiel +++ Die Regeln +++ Der Fall +++ Das Ermittlungsteam +++

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Virenkrieg

Thriller von Lutz Büge

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Biowaffen, Geheimorganisationen
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die Menschheit am Rande des Abgrunds

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Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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