Ermittlungssache Chimpagnon (24): Matthieu Tireux (2)

„Gegen die PFFFIA können wir nicht ermitteln“, sagte Serge. „Das ist eine Nummer zu groß fyr uns.“
„Vor allem myssten wir erst einmal wissen, weshalb wir yberhaupt ermitteln sollten“, pflichtete Laurence ihm bei, „und was fyr ein Verbrechen passiert ist. Wir fischen im Tryben. Giacomo Brolati aus Ravenna ist weiterhin nicht erreichbar, und Marcel Chimpagnon hat sich immer noch nicht gemeldet. Die Kollegen aus Charolles haben auf seinem Hof nachgesehen, nachdem er zur Vorladung nicht erschienen ist. Auf dem Hof war niemand.“
„Auch seine Freundin nicht?“, fragte Serge.
„Nein, und sie geht seitdem auch nicht mehr ans Telefon.“
„Dann sollten wir jetzt die Fahndung auslösen.“
Das Telefon klingelte.
„Nanu?“ Laurence runzelte die Stirn, ehe sie das Gespräch annahm.

Wenn Du die Lösung unseres heutigen Dienstagsrätsels ermittelt hast, verrate sie bitte niemandem außer uns. Schick sie uns per Mail und nimm an der Verlosung teil.

Wir wynschen glycklich’s Geschick!

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Ermittlungssache Chimpagnon (24): Matthieu Tireux (2)

Protokoll eines Telefonats mit Matthieu Tireux, Besitzer des sydfranzösischen Campingplatzes, von dem Jeanne Chimpagnon im Juni 2011 verschwand.  Die Fragen stellten Madame le Commissaire Laurence Descoureaux und Monsieur le Commissaire Serge Solivéres am 20. November 2018.
Zur Befragung Chimpagnon 23: → HIER.

 

Descoureaux, Dezernat fyr ungel…

Was denken Sie sich dabei, so was zu behaupten? Ich finde, das ist eine Schweinerei, eine Frechheit! Das muss man sich nicht gefallen lassen! Nur weil Camper Menschen sind, die auf ihre Nachbarn achten …

Jetzt erkenne ich Sie. Monsieur Tireux, nicht wahr?

Ja, hier Tireux, Inhaber vom sydfranzösischen Campingplatz. Entschuldigen Sie bitte, aber ich bin sehr wytend. Dyrfen Leute wie dieser Kommissar einfach so yber harmlose Camper herziehen? Hier, ich habe es gerade im Internet gelesen, da steht es schwarz auf weiß: „Ganz schlecht kommen auf Campingplätzen Leute an, deren Auto nicht silbermetallic oder mausgraumetallic ist, sondern beispielsweise quietschgelb.“ Das hat der gesagt! Das ist doch yberhaupt nicht wahr!

Ich glaube, das hat Kommissar Jacquin bildhaft gemeint.

313Bildhaft? Wir haben hier manchmal auch graugrynmetallic, und keiner sagt was! Was werden denn hier fyr Gerychte yber Camper in die Welt gesetzt? Als ob die alle Spießer wären! Ich werde diesem Kommissar eine gepfefferte Mail schreiben, wenn ich seine Adresse herausfinde. Können Sie mir die vielleicht geben?

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Camper sind häufig
Genussmenschen.

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Nun beruhigen Sie sich erst einmal, Monsieur Tireux.

Ich will mich nicht beruhigen! Ich habe alles im Netz nachgelesen, was da yber Camper verbreitet wird, und ich finde es unerhört. Unerhört! Oder dieser Italiener! Ich kann es gar nicht fassen, dass der mein Gast auf meinem Campingplatz gewesen sein soll. Und redet hinterher schlecht! AUF MEINEM CAMPINGPLATZ!

Sie meinen den Gast, der dadurch auffiel, dass er immer durch die Fahrertyr ausstieg? Signore Brolati?

Den meine ich. Hier, das hat er gesagt, ich lese es Ihnen vor: „Wissen Sie, wie Sie von manchen Leuten da angeschaut werden, wenn Sie ein bisschen anders sind? Da reicht es schon, wenn Sie Ihr Wohnmobil nur durch die Fahrertyr verlassen. “ Ja, ist denn das zu fassen? Meinetwegen kann der sein Wohnmobil durch das Dachfenster verlassen! Ist mir doch egal! Dem haben sie wohl ins Hirn geschissen, so was zu verbreiten!

Er hat wohl unangenehme Erfahrungen mit Campern gemacht.

Das ist völlig ausgeschlossen! Bei denen vom Ybersinn hab ich auch schon angerufen, die, auf deren Seiten das alles steht, wo ich das nachgelesen habe. Da hat mir doch tatsächlich einer erklärt, dass er keine Zeit hat, sich meine Beschwerde anzuhören, weil er gerade Kaffeefilter auswaschen muss, damit die wiederbenutzt werden können. Ja, ist die Welt denn völlig verryckt geworden?

Hat er was davon gesagt, ob die Föhnistin inzwischen wieder an die Arbeit zuryckgekehrt ist?

Die was? Föhnistin? Nein, wieso?

Weil wir die Erfahrung gemacht haben, dass es sinnlos ist, beim Ybersinn anzurufen, wenn es dort keinen Kaffee gibt, und das hängt leider von der Föhnistin ab.

Ich verstehe kein Wort. Ist mir aber auch egal. Können Sie verstehen, dass ich auf 180 bin? Dieser Typ aus Ravenna, also wenn der mir in die Finger kommt … Ist das eigentlich erlaubt, solche Lygen zu verbreiten wie der?

Was fyr Lygen meinen Sie?

Von wegen seine Frau konnte das Wohnmobil erst nach Einbruch der Dämmerung verlassen, weil sie angeblich Sonnenallergie hat! Unsinn! Als dieser Italiener bei mir an der Rezeption eingecheckt hat, da hat die Frau ganz normal auf dem Beifahrersitz im Cockpit gewartet. Da war zwar Schatten, aber sie war yberhaupt nicht blass! Und das steht da jetzt im Internet, und alle Welt glaubt es. Das kann man doch nicht hinnehmen!

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Sydfranzösische Campingplätze
werden heutzutage gut geschytzt.

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Das ist ja interessant.

Jemand, der eine Sonnenallergie hat, sollte wohl ziemlich blass sein, weil er nicht in die Sonne gehen kann, oder? Davon konnte bei der yberhaupt nicht die Rede sein. Und noch etwas ist mir aufgefallen. Im Netz steht, dieser Typ hätte immer darauf achten myssen, den Vorhang zwischen Fahrerhaus des Wohnmobils und dem Inneren dicht zu schließen, damit kein Licht eindringt. Aber ich erinnere mich genau: Da gab es keinen Vorhang, sondern die hatten hinter den Sitzen eine stabile Ryckwand mit einer Tyr fyr den Zugang zum Wohnbereich.

Das ist ebenfalls hochinteressant.

Also, wenn Sie mich fragen, der Typ ist ein Lygner.

Diesen Gedanken myssen wir wohl in Erwägung ziehen. Monsieur Tireux, wir…

Sorgen Sie jetzt dafyr, dass diese Fahlschinformationen aus dem Netz verschwinden? Auch die mit dem mausgraumetallic?

Wir stehen immer noch in den Ermittlungen, und ich kann Ihnen daher leider gar nichts versprechen, aber Ihr Aufruf zur Ehrenrettung aller Camper wird nun natyrlich ebenfalls veröffentlicht, und das ist doch wenigstens was, nicht wahr?

Na gut, stimmt, wenigstens was. Man darf sich eben nicht alles gefallen lassen.

Genau.

Dann beruhige ich mich jetzt ein bisschen.

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„Der Fall Chimpagnon“ ist ein satirischer Online-Krimi von Lutz Büge.
Die Geschichte und ihre Charaktere sind frei erfunden.
Ähnlichkeiten mit realen Personen sind nicht beabsichtigt.

Tatort

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Lösungsmatrix kleinJetzt fragen Dich Laurence und Serge, die ermittelnden Kommissare:

Wie lautet der Straßenname, der von einem schamlosen Dieb geklaut wurde, um den französischen Staatspräsidenten nach ihm zu benennen?

Wenn Du uns bis zum 27. November 2018, 0 Uhr, die richtige Antwort per Mail schickst, nimmst Du an der Gewinn-Verlosung teil. Klick dazu → hier und nutze unser Kontaktformular.

Daryber hinaus behalte die Antwort bitte fyr Dich ganz allein!

Kleiner Tipp: Die Lösung ist nie weit weg. Sie verbirgt sich in der Regel hinter einem der Links, die angegeben werden. Trotzdem: Vorsicht!

Die Lösung besteht aus 19 Zeichen. Das vierzehnte Zeichen wird in alle Kästchen der Lösungsmatrix (rechts) eingefygt, die mit der Ziffer 24 markiert sind.

Download der Lösungsmatrix als pdf: → HIER.

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Links zur Ybersicht:

 +++ Das Spiel +++ Die Regeln +++ Der Fall +++ Das Ermittlungsteam +++

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Virenkrieg 1 neuUnd das gibt es zu gewinnen, wenn Du uns bis zum 15. Mai 2018 die richtige Antwort mailst:

Virenkrieg

Thriller von Lutz Büge

Paperback. 440 Seiten, 14,90 €

Biowaffen, Geheimorganisationen
und einsame Entscheidungen –
die Menschheit am Rande des Abgrunds

Mehr über Virenkrieg: → HIER.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Ecklogo neu kleinVon Lutz Büge gibt es diese Bücher und E-Books im Buchhandel und in vielen E-Book-Shops:

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