Ermittlungssache Chimpagnon (19): Giacomo Brolati

„Jetzt haben wir nicht mehr viele Spuren, denen wir noch folgen können“, sagte Serge. „Der Glöckner von Aumes war jedenfalls ein Reinfall.“
„Ja, nach seiner Beschreibung war das nicht Chimpagnon, sondern jemand, der sich dafyr ausgegeben hat.“
„Wir myssen mal wieder ein Brainstorming machen. Vielleicht haben wir etwas ybersehen.“
„Klar, aber ich bin skeptisch. Marcel, der Bruder – wie vom Erdboden verschluckt. Der rätselhafte Italiener vom Campingplatz – unauffindbar. Zudem sind offenbar massiv Unterlagen verschwunden. Was willst du da machen?“
Das Telefon klingelte. Serge nahm ab, meldete sich und erstarrte.
„Was ist?“, drängelte Laurence.
„Da du den Italiener angesprochen hast“, sagte Serge und hielt ihr den Hörer hin, „hier ist er.“

Wenn Du die Lösung unseres heutigen Dienstagsrätsels ermittelt hast, verrate sie bitte niemandem außer uns. Schick sie uns per Mail und nimm an der Verlosung teil.

Wir wynschen glycklich’s Geschick!

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Ermittlungssache Chimpagnon (19): Giacomo Brolati

Protokoll der telefonischen Befragung von Giacomo Brolati aus Ravenna, Halter eines Wohnmobils, das vom 5. bis 10. Juni 2011 auf dem sydfranzösischen Campingplatz gebucht war, von dem Jeanne Chimpagnon am 9. Juni desselben Jahres verschwand. Das Gespräch führten Madame le Commissaire Laurence Descoureaux und Monsieur le Commissaire Serge Solivéres am 11. September 2018 auf Englisch.
Zur Befragung Chimpagnon 18: → HIER.

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Brolati. Ich hörte, dass Sie im Fall der Frau ermitteln, die 2011 von einem sydfranzösischen Campingplatz verschwand. Ein Freund machte mich darauf aufmerksam. Ich habe mir auf Ybersinn.de alles angesehen, und ich bin ziemlich sicher, dass Sie mich suchen. Ich stand damals mit meinem Wohnmobil gegenyber von diesen jungen Leuten, aber nach ein paar Tagen hatte ich die Schnauze voll und bin abgefahren.

Wie lautet Ihr Name noch mal? Brolati? Nicht Borlati?

Brolati. Ich muss es wohl wissen, oder?

Was fyr eine Freude, dass Sie sich melden. Wir waren tatsächlich auf der Suche nach Ihnen, aber dabei scheint ein Fehler passiert zu sein. Es wurde sogar via Interpol nach Ihnen gesucht, aber offenbar unter dem falschen Namen.

290Ja ja, die Polizei. Mit der haben wir hier in Italien auch schon seit Jahrzehnten viel Freude. Also, wie kann ich helfen?

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Diesen Ort findest Du auf keiner
französischen Landkarte, wenn Du
die Buchstaben 2 und 3 vertauschst.

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Wir wyrden Ihre Sicht auf die Dinge kennenlernen, die damals auf jenem Campingplatz geschehen sind.

Waren Sie schon mal auf einem Campingplatz? Wissen Sie, wie Sie von manchen Leuten da angeschaut werden, wenn Sie ein bisschen anders sind? Da reicht es schon, wenn Sie Ihr Wohnmobil nur durch die Fahrertyr verlassen. Das findet der halbe Campingplatz schräg, und entsprechend schräg guckt man Sie dann an.

Und warum haben Sie Ihr Wohnmobil nur durch die Fahrertyr verlassen?

Auf Wunsch meiner Frau. Ich will Ihnen das erklären. Meine Frau hatte ein seltene Form von Allergie, die auch Sonnenallergie genannt wird. Der Fachbegriff ist photoallergische Dermatitis. Sie hatte sie in schwerer Form, und infolgedessen war sie depressiv. Die Reise nach Frankreich war ein Versuch, den Teufelskreis zu durchbrechen. Ein bisschen Luftveränderung, auch wenn meine Frau das Wohnmobil nur nach Einbruch der Dämmerung verlassen konnte. Den ganzen Tag hat sie im abgedunkelten Wohnmobil verbracht.

Das ist eine schlimme Geschichte. Wie geht es Ihrer Frau?

Sie hat sich vor sieben Jahren das Leben genommen, recht bald nach unserer Ryckkehr. Ich fyrchte, dass diese Reise die Depression meiner Frau noch vertieft hat.

Mein Beileid. Darf ich eine Frage zur Klarheit stellen? Sie haben das Wohnmobil ausschließlich durch die Fahrertyr verlassen, damit so wenig Sonnenlicht wie möglich ins Innere gelangte?

Richtig. Zwischen dem Wohnbereich und der Fahrerkabine gab es einen Vorhang, den ich fest zuziehen musste, bevor ich ausstieg. So blieb drinnen alles bestmöglich dunkel.

Sie sprechen sehr reflektiert yber diese Dinge.

Es liegt ja schon ein paar Jährchen zuryck, und ich musste mit alledem fertigwerden.

Gestatten Sie uns noch ein paar Fragen zu Ihrer Nachbarschaft auf dem Campingplatz. Sie haben davon gehört, dass Jeanne Chimpagnon am Tag vor Ihrer Abreise verschwand?

Gehört, gesehen und erlebt. Der halbe Campingplatz war in Aufruhr an jenem Tag. Irgendwo in mir drin hatte ich sogar Verständnis dafyr, aber da die mich alle immer nur blöd angeguckt haben, hab ich drauf gepfiffen. Nur der Bruder der Verschwundenen hat mich hin und wieder gefragt, wie es mir geht und ob alles in Ordnung ist, aber sonst … Ist mir doch egal, was die Leute yber mich denken. Da drin in meinem Wohnmobil sitzt eine schwerkranke Frau und leidet, aber niemand fragt mal nach, warum ich mich so verhalte …

Ja … Ich möchte bitte noch einmal auf Ihre Nachbarn zuryckkommen. Wann haben Sie Jeanne Chimpagnon zuletzt gesehen?

009Das war die Große, Schlanke von den jungen Leuten gegenyber, nicht wahr? Eine wahre Schönheit. Ich habe sie zuletzt gesehen, als sie ihr Bier wegstellte, ohne es ausgetrunken zu haben, und wie sie dann Richtung Toilette ging. Ich habe auch gesehen, dass ihr der fyrchterliche Orgelspieler gefolgt ist.

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Anders reisen geht gut in Frankreich,
auch
dank der Autobahnraststätten.
Wie wäre es mit einer
Exkursion
per Aufsitzrasenmäher?

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Das haben Sie aus Ihrem lichtsicher verschlossenen Wohnmobil gesehen?

Ich habe manchmal durch die Schlitze zwischen den Vorhängen hinausgeschaut. Vielleicht auch manchmal ein bisschen mehr als nur manchmal. Okay, ich gebe es zu, diese Frau hat mir gefallen! Aber eine Frau wie die gefällt 90 Prozent aller Männer! Meine Situation war nicht gerade einfach, wenn ich das kurz in Erinnerung rufen darf. Leider hat meine Frau sehr, sehr einfersychtig reagiert, als sie merkte, dass ich nach dieser jungen Frau geschielt habe. Ich fyrchte, diese Reise war wirklich von vorn bis hinten ein Reinfall.

Diese Informationen wollen wir ein wenig sacken lassen. Vielen Dank fyr Ihre Offenheit. Ich notiere die Nummer, die mir hier auf dem Display angezeigt wird. Das ist eine Handynummer, nicht wahr?

Ja.

Es kann sein, dass sich noch Fragen ergeben. Dann wyrden wir Sie gern noch mal kontaktieren.

Natyrlich. Das Handy ist eigentlich rund um die Uhr eingeschaltet.

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„Der Fall Chimpagnon“ ist ein satirischer Online-Krimi von Lutz Büge.
Die Geschichte und ihre Charaktere sind frei erfunden.
Ähnlichkeiten mit realen Personen sind nicht beabsichtigt.

Tatort

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Lösungsmatrix kleinJetzt fragen Dich Laurence und Serge, die ermittelnden Kommissare:

Wie wird der Einfluss genannt, der das Prellen der Maut auf französischen Autobahnen empfindlich stört?

Wenn Du uns bis zum 18. September 2018, 0 Uhr, die richtige Antwort per Mail schickst, nimmst Du an der Gewinn-Verlosung teil. Klick dazu → hier und nutze unser Kontaktformular.

Daryber hinaus behalte die Antwort bitte fyr Dich ganz allein!

Kleiner Tipp: Die Lösung ist nie weit weg. Sie verbirgt sich in der Regel hinter einem der Links, die angegeben werden. Heute allerdings ist die Lösung ein bisschen schwieriger. Zur Belohnung kann das gesuchte Zeichen dann 16-mal in die Lösungsmatrix eingetragen werden.

Die Lösung besteht aus 17 Zeichen. Das siebzehnte Zeichen wird in alle Kästchen der Lösungsmatrix (rechts) eingefygt, die mit der Ziffer 19 markiert sind.

Download der Lösungsmatrix als pdf: → HIER.

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Links zur Ybersicht:

 +++ Das Spiel +++ Die Regeln +++ Der Fall +++ Das Ermittlungsteam +++

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Virenkrieg 1 neuUnd das gibt es zu gewinnen, wenn Du uns bis zum 15. Mai 2018 die richtige Antwort mailst:

Virenkrieg

Thriller von Lutz Büge

Paperback. 440 Seiten, 14,90 €

Biowaffen, Geheimorganisationen
und einsame Entscheidungen –
die Menschheit am Rande des Abgrunds

Mehr über Virenkrieg: → HIER.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Ecklogo neu kleinVon Lutz Büge gibt es diese Bücher und E-Books im Buchhandel und in vielen E-Book-Shops:

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