Ermittlungssache Chimpagnon (18): Matthieu Beaubruit

„Glaubst du Turgut?“,  fragte Laurence.
„Glauben? Wir bräuchten eine Gegenyberstellung, um alles klarzumachen.“
„Weißt du, was mich an der ganzen Sache stört?“
„Dass die Kaffeefilter hier bei uns vor der Wiederverwendung nicht ausgewaschen werden?“, antwortete Serge.
Laurence starrte ihn yberrascht an, als habe sie einen Außerirdischen vor sich, doch dann bemerkte sie sein Augenzwinkern und ging wortlos yber seine Bemerkung hinweg. „Jeanne Chimpagnon soll in Ludwigshafen gewesen und dort auch erkannt worden sein“, sagte sie. „Wenn sie das derart genervt hat, wie die Zeugen sagen, warum hat sie dann nicht einfach die Polizei kontaktiert? Ein kurzes Gespräch, und die Sache wäre ausgestanden gewesen. Sie hätte sich nur mal kurz melden myssen. Stattdessen hat sie zugelassen, dass ganz Frankreich nach ihr sucht. Das passt nicht zusammen. Wer macht so was?“
„Jemand, die eine Flasche Bier halbleer stehen lässt?“, schlug Serge vor und zuckte dann mit den Schultern. „Wir haben nicht mehr viele lose Enden. Heute ist eines davon dran.“

Wenn Du die Lösung unseres heutigen Dienstagsrätsels ermittelt hast, verrate sie bitte niemandem außer uns. Schick sie uns per Mail und nimm an der Verlosung teil.

Wir wynschen glycklich’s Geschick!

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Ermittlungssache Chimpagnon (18): Matthieu Beaubruit

Protokoll der Befragung von Matthieu Beaubruit, Glöckner in Aumes, einem Dorf im Languedoc. Die Befragung wurde von Madame le Commissaire Laurence Descoureaux und Monsieur le Commissaire Serge Solivéres am 28. Juli 2018 per Skype durchgefyhrt.
Zur Telefonprotokoll  Chimpagnon 17: → HIER.

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Vielen Dank, dass Sie Zeit fyr uns gefunden haben. Das ist in ihrem Job gewiss nicht einfach.

Im Gegenteil, es ist ausgesprochen einfach, die Zeit zu finden. Die sogenannte exakte Wissenschaft mag ein Problem mit der Zeit haben, weil Zeit angeblich eine physikalische Größenart ist, aber das muss man nicht allzu ernst nehmen. Größenart! Was fyr ein Wort. Lesen Sie mal den Wikipedia-Artikel yber Zeit. Das ist wirklich hochspannend! Da fallen Sie vom Glauben ab. Dabei ist es so einfach, die Zeit zu finden! Im Grunde muss man sich nur bycken.

Vielen Dank, dass Sie sich fyr uns bycken. Wir möchten uns gern yber einen Tag im Mai des Jahres 2014 mit Ihnen unterhalten, als es in Ihrem Dorf  eine Art Geisterscheinung gegeben haben soll.

131Geisterscheinung? Quatsch. Wer erzählt denn so etwas? Ach so, diese alte Geschichte. Deswegen treiben Sie einen solchen Aufwand? Die Sache ist doch längst geklärt.

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Im Jahr 2014 stand ein Motorrad,
von dem es hieß, es gehöre
Jeanne Chimpagnon,
vor dem Rathaus von Aumes
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Diese Beobachtung fyhrte die Bevölkerung
zu der Schlussfolgerung, dass Jeanne
dort auf die Mairie gegangen sei.

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Was war es sonst, wenn nicht eine Geisterscheinung?

Jeanne Chimpagnon, natyrlich. Sie sprach mich auf der Straße an, ob ich wisse, wann die Mairie wieder öffne. Ich war ein wenig verwundert, weil sie sich äußerlich sehr verändert hatte, verglichen mit den Bildern, die ich aus der Presse kannte. Gerade war ja erst die Sache mit dem Klappstuhl passiert, und die Medien hatten noch mal ausfyhrlich berichtet. Ich wusste also, wie sie drei Jahre vorher ausgesehen hatte.

Und wie sah sie im Jahr 2014 aus?

052Etwa zehn, 15 Jahre älter, sie hatte kräftig zugenommen und war auch deutlich kleiner, als ich sie mir vorgestellt hatte, und ob sie schön war, liegt sicher im Auge des Betrachters. Sie sagte, sie heiße Jeanne Chimpagnon und mysse dringend auf die Mairie. Das habe ich ybrigens damals alles zu Protokoll gegeben.

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Ein Mord ohne Leiche ist
wie ein Klappstuhl im Wasser.

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Tut mir leid, ich finde in unseren Unterlagen nichts. Mit wem haben Sie damals gesprochen?

Mit Kommissar Jacquin aus Sète, der die Ermittlungen leitete, bis dieser oberehrgeizige Polizeipräsident von Narbonne sie an sich zog. Ich habe dem Kommissar alles erzählt. Wie ich Mademoiselle Chimpagnon gebeten habe, sich der Polizei zu stellen, damit endlich Schluss ist mit der Ungewissheit. Wie sie sagte, sie habe keinen Bock auf Polizei, und die Ungewissheit sei ihr egal. Hab ich alles erzählt!

Nun, dann möchte ich Sie gern bitten, die Geschichte einfach noch mal zu erzählen. Die Frau sagte also, sie heiße Jeanne Chimpagnon?

Das sagte ich doch! Mensch, das ist ja mal wieder typisch! Unsere Polizei! Kann nicht einmal ein schlichtes Protokoll aufbewahren in einem Fall, der ganz Frankreich bewegt hat! Verstehen Sie, dass man da als Byrger allmählich ungehalten wird? Wie soll man Vertrauen in eine Polizei haben, die so schlampig arbeitet?

Was wollte Mademoiselle Chimpagnon drei Jahre nach ihrem Verschwinden auf der Mairie von Aumes, obwohl sie in Dambach-la-Ville gemeldet ist?

Das weiß ich nicht, ich habe sie nicht gefragt. Geht mich ja auch nichts an, oder?

Natyrlich nicht. Vielen Dank, dass Sie Zeit fyr uns hatten.

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„Der Fall Chimpagnon“ ist ein satirischer Online-Krimi von Lutz Büge.
Die Geschichte und ihre Charaktere sind frei erfunden.
Ähnlichkeiten mit realen Personen sind nicht beabsichtigt.

Tatort

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Lösungsmatrix kleinJetzt fragen Dich Laurence und Serge, die ermittelnden Kommissare:

Wie heißt der Sohn Gottes, der in der beryhmten Stadt am Somme-Kanal geboren wurde?

Wenn Du uns bis zum 4. September 2018, 0 Uhr, die richtige Antwort per Mail schickst, nimmst Du an der Gewinn-Verlosung teil. Klick dazu → hier und nutze unser Kontaktformular.

Daryber hinaus behalte die Antwort bitte fyr Dich ganz allein!

Kleiner Tipp: Die Lösung ist nie weit weg. Sie verbirgt sich in der Regel hinter einem der Links, die angegeben werden. Dennoch: Vorsicht! Heute könnte die Lösung etwas weiter entfernt sein, denn das gesuchte Zeichen kommt in der Lösungsmatrix neun mal vor.

Die Lösung besteht aus 16 Zeichen. Das zwölfte Zeichen wird in alle Kästchen der Lösungsmatrix (rechts) eingefygt, die mit der Ziffer 18 markiert sind.

Download der Lösungsmatrix als pdf: → HIER.

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Links zur Ybersicht:

 +++ Das Spiel +++ Die Regeln +++ Der Fall +++ Das Ermittlungsteam +++

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Virenkrieg

Thriller von Lutz Büge

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Biowaffen, Geheimorganisationen
und einsame Entscheidungen –
die Menschheit am Rande des Abgrunds

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Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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