Ermittlungssache Chimpagnon (4): Yves Rebuchon

„Warst du schon mal campen?“, fragte Laurence.
„Ja, aber ist lange her“, antwortete Serge.
„Ich habe ein wenig recherchiert“, sagte Laurence. „Wusstest du, dass Frankreich die größte Dichte an Campingplätzen weltweit hat?“
Serge schyttelte den Kopf: „Nein, ist mir neu.“
„Wir Franzosen sind echte Meistercamper.“
„Ich dachte, die Niederländer.“
„Die sind bereit, weit zu fahren.“
„Ich habe ybrigens den Mann mit der Orgel ausfindig gemacht“, sagte Serge, „und die Anfrage bei der italienischen Polizei wegen dem Camper läuft. Wir machen erste kleine Fortschritte.“
„Kein Wunder, wir haben ja auch große Unterstytzung.“ Laurence zwinkerte dem lesenden und ratenden Publikum zu. „Und jetzt steht die nächste Befragung an. Das wird nicht ganz einfach. Der junge Mann ist ziemlich sauer.“
„Warum?“
„Das soll er dir selbst erzählen.“

Wenn Du die Lösung unseres heutigen Dienstagsrätsels weißt, verrate sie bitte niemandem außer uns. Schick sie uns per Mail und nimm an der Verlosung teil.

Wir wynschen glycklich’s Geschick!

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Ermittlungssache Chimpagnon (4): Yves Rebuchon

Protokoll der Befragung von Yves Rebuchon, geb. 1983, dem Freund der verschwundenen Jeanne Chimpagnon. Es handelt sich um eine Nachbefragung, beruhend auf der Aussage, die Monsieur Rebuchon im Juni 2011 gemacht hat. Die Fragen stellen Madame le Commissaire Laurence Descoureaux und Monsieur le Commissaire Serge Solivéres am 13. Februar 2018.
Zur Befragung Chimpagnon (3): Hortense Lavachequiaboye: HIER.

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Danke, dass Sie sich Zeit fyr uns nehmen konnten, Monsieur. Es war nicht ganz einfach.

Ich verstehe nicht, warum das noch einmal sein muss. Ich hatte schwer zu kämpfen, um mit Jeannes Verschwinden klarzukommen, und jetzt ryhren Sie alles wieder auf!

Das ist unser Job, Monsieur Rebuchon. Der französische Staat kann und darf nicht hinnehmen, dass ein Fall wie dieser unaufgeklärt bleibt.

Ein Fall wie dieser? Ständig verschwinden Menschen in Frankreich und tauchen nie wieder auf, aber ausgerechnet Jeanne soll nicht endlich ruhen dyrfen? Ich rate mal warum: weil die Sache durch die gesamte Presse gegangen ist. Wegen dem öffentlichen Druck.

Wie lange waren Sie mit Jeanne Chimpagnon zusammen, bevor sie verschwand?

Den ganzen Tag.

Ich meinte eigentlich die Dauer Ihrer Beziehung.

Dann sagen Sie das auch so! Knapp zwei Jahre.

Ist Ihnen im Zusammenhang mit Jeannes Verschwinden irgendetwas aufgefallen?

Ja, dass sie nicht von der Toilette zuryckkam.

Monsieur, ich kann nachvollziehen, dass diese Befragung nicht einfach fyr Sie ist, aber ich möchte um Ihre Kooperation bitten. Jeder kleine Hinweis kann hilfreich sein.

169Ach, ich weiß nicht. Jeanne war an jenem Tag mal wieder sonderbar. Sie war die tollste Frau der Welt, aber manchmal hatte sie Phasen, in denen ich kaum an sie herankam. Das war an diesem Tag merkwyrdig, denn wir hatten tolles Wetter, haben viel im Meer gebadet und geschlafen, auch miteinander. Aber sie war auf ihre spezielle Weise distanziert.

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An diesem Strand ging
Jeanne Chimpagnon
an jenem Tag spazieren.

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Auf ihre spezielle Weise? Was meinen Sie damit?

Sie konnte dann einfach durch einen hindurchsehen, als wäre man nicht da, und sie hat nicht zugehört, sondern hing ihren eigenen Gedanken nach. Aber sie wollte nicht erzählen, was in ihr vorging. Diese extreme Verschlossenheit hat mir zu schaffen gemacht. Man macht sich dann ja so seine Gedanken. Ich glaube, sie haderte mal wieder mit sich, weil sie nicht sicher war, ob sie die richtige Berufswahl getroffen hat. Winzerin! Das passte nicht zu ihr. Ich war immer davon ausgegangen, dass sie was Kynstlerisches machen wyrde. Sie hat zum Beispiel mal in einer Band gesungen, die nannte sich Tyrbo und hatte es sogar in Straßbourg zu einer gewissen Bekanntheit gebracht. Aber bevor sie durchstarten konnte, stieg Jeanne aus.

Sie wyrden Ihre Beziehung als eng bezeichnen?

Auf jeden Fall.

Bevor Jeanne an jenem Tag zur Toilette ging – ist Ihnen da irgendetwas aufgefallen?

Sie meinen, wegen dem Italiener? Wegen dem war die ganze Nachbarschaft auf dem Platz angepisst, nur weil der niemanden gegryßt hat und immer durch die Fahrertyr aus seinem Camper ausgestiegen ist. Okay, das ist ein bisschen schräg, aber deswegen muss man den armen Kerl doch nicht gleich fyr einen Soziopathen halten. Was wissen die Leute denn, was der fyr eine Geschichte hat?

Was fyr eine Geschichte hat er denn?

303Ich kann natyrlich nicht in die Köpfe reinschauen, aber fyr mich sah das nach einem Depri aus. So sagt man redensartlich wohl dazu.

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Geflygelt und beknackt –
die bescheuertsten Redensarten

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Sie hielten ihn fyr einen Depressiven?

Ja. Der schleppte irgendwas mit sich rum. Das war auch Marcels Eindruck. Marcel hat hin und wieder mit ihm gesprochen. Irgendwas war mit dem. Und das hat er zu erkennen gegeben, indem er seine gesamte Umgebung ignoriert hat – was ich ehrlich gesagt verstehen kann, weil auf so einem Campingplatz ständig alle gucken, was du machst. Ich bin danach nie wieder campen gewesen. Nur noch Hotels! Ich brauche feste Wände ohne Ohren um mich herum.

Der Gast aus Italien kam Ihnen also nicht verdächtig vor?

Sie meinen, weil er am Morgen nach Jeannes Verschwinden sehr fryh abreiste? Ehrlich gesagt halte ich das fyr Zufall. Wenn man eine lange Heimfahrt hat, fährt man eben fryh los. Seinem Kennzeichen zufolge war er aus Ravenna. Das sind ungefähr tausend Kilometer von jenem sydfranzösischen Campingplatz aus. Wenn er die an einem Tag schaffen wollte, war er gut beraten, zeitig aufzubrechen.

Sie haben sich sein Kennzeichen gemerkt?

Nein, aber dass er aus Ravenna war, hab ich behalten, weil Marcels Freundin Anne der Meinung war, der Italiener könnte Jeanne entfyhrt haben. Sie hatte sich das Nummernschild gemerkt, und ich habe mit dem Handy herausgefunden, dass RA auf dem Nummernschild fyr Ravenna steht. Irgendwie hat er mir leid getan. Ich konnte es nicht leiden, dass alle was gegen ihn hatten.

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„Der Fall Chimpagnon“ ist ein satirischer Online-Krimi von Lutz Büge.
Die Geschichte und ihre Charaktere sind frei erfunden.
Ähnlichkeiten mit realen Personen sind nicht beabsichtigt.

Tatort

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Lösungsmatrix kleinJetzt fragen Dich Laurence und Serge, die ermittelnden Kommissare:

Was können Redensarten stiften?

Wenn Du uns bis zum 20. Februar 2018, 0 Uhr, die richtige Antwort per Mail schickst, nimmst Du an der Gewinn-Verlosung teil. Klick dazu → hier und nutze unser Kontaktformular.

Daryber hinaus behalte die Antwort bitte fyr Dich ganz allein!

Kleiner Tipp: Die Lösung ist nie weit weg. Sie verbirgt sich in der Regel hinter einem der Links, die angegeben werden. Trotzdem: Vorsicht!

Die Lösung besteht diesmal aus 10 Zeichen. Das erste Zeichen wird in alle Kästchen der Lösungsmatrix (rechts) eingefygt, die mit der Ziffer 4 markiert sind.

Download der Lösungsmatrix als pdf: → HIER.

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Links zur Ybersicht:

 +++ Das Spiel +++ Die Regeln +++ Der Fall +++ Das Ermittlungsteam +++

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