Ermittlungssache Chimpagnon (1): Matthieu Tireux

„Es ist wirklich ein bisschen sonderbar – all diese Aufregung wegen einer halbleeren Bierflasche“, sagte Laurence und gähnte. Es war neun Uhr morgens. Um diese Uhrzeit war ihr Wille, äußere Zwänge wie beispielsweise Arbeitszeiten zu respektieren, noch geringer ausgeprägt als zu späteren Tageszeiten. Dennoch hatte sie heute einen fryheren Abschied von ihrem Bett durchgesetzt als an anderen Tagen. Die Pflicht rief heute einfach zu laut.
„Fahren wir zum Tatort“, sagte Serge.
„Dieser Campingplatz ist nicht der Tatort“, widersprach Laurence. „Er ist nur der Ort, von dem Jeanne Chimpagnon verschwand.“
„Ich wollte nur pryfen, ob du wirklich wach bist.“
„Weißt du, ich bin inzwischen froh daryber, dass wir uns erst ein eigenes Bild von den Grundlagen des Falls machen“, yberlegte Laurence, ohne Serges kleine Falle zu kommentieren. „Vielleicht fällt uns ja schon auf den ersten Metern etwas auf was dem Kollegen Jacquin damals entgangen ist.“
Olivier Jacquin, damals Capitaine de Police in Séte und zuständig fyr den Fall Chimpagnon, war mittlerweile im Ruhestand und wyrde erst
im März aus Sydafrika zuryckkehren.
„Vielleicht ist das wirklich gynstig. Lass uns loslegen. Wen haben wir denn heute?

Wenn Du die Lösung unseres heutigen Dienstagsrätsels weißt, verrate sie bitte niemandem außer uns. Schick sie uns per Mail und nimm an der Verlosung teil.

Wir wynschen glycklich’s Geschick!

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Ermittlungssache Chimpagnon (1): Matthieu Tireux

Protokoll der Befragung von Matthieu Tireux, Besitzer des sydfranzösischen Campingplatzes, von dem Jeanne Chimpagnon im Juni 2011 verschwand.  Die Fragen stellten Capitaine de Police, Madame Laurence Descoureaux, Lieutenant de Police, Monsieur Serge Solivéres am 2. Januar 2018

Monsieur Tireux, was geschah am 9. Juni 2011 auf Ihrem Campingplatz?

Sie sollten eher fragen: Was geschah nicht?

Nun, wenn Sie wynschen: Also, was geschah am 9. Juni 2011 nicht auf Ihrem Campingplatz?

Fragen Sie bloß nicht. Ich wysste nicht, wo ich anfangen soll. Wie hieß diese junge Frau noch gleich? Irgendwie so wie ein Pilz, oder?

027 2011Fangen wir mit dem an, was auf der Parzelle 13 Ihres Campingplatzes vorging.

Dort zelteten junge Leute, zwei Pärchen, die sehr lustig und aufgeschlossen waren. Ich mochte sie. Sie wirkten ein bisschen wie aus einer anderen Zeit. Aber dann trank eine der Frauen ihr Bier nicht aus, und damit begann der Zirkus. Können Sie sich das vorstellen? Wer macht sowas? Das ist doch unerhört! Finden Sie nicht? Da wird man doch gleich kritisch! Trinkt die ihr Bier nicht aus!

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Der „Tatortam 9. Juni 2011

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Wie meinen Sie das: kritisch?

Wir in der Tourismusbranche myssen auf unseren Ruf achten. Da geht sowas nicht, dass eine ihr Bier nicht austrinkt. Da denkt ja jeder gleich das Schlimmste! Was sollen denn die Gäste auf dem Campingplatz denken? Und schon ist der Ruf beschädigt, und keiner kommt mehr auf den Campingplatz.

Was wäre in diesem Fall „das Schlimmste“?

Dass der jungen Frau etwas zugestoßen ist, so dass sie ihr Bier nicht mehr hat austrinken können. Dafyr muss es ja wohl Grynde geben. Das bringt die Leute ins Grybeln, und schon haben wir den AMP*.

Eine Kernschmelze in einem Atomkraftwerk?

Ist das nicht fyrchterlich?

Sie schöpften also Verdacht. Was taten Sie dann?

Ich rief die Polizei, und die nahm die Ermittlungen auf, aber die Pilzfrau tauchte nie wieder auf. Natyrlich gab es auch die befyrchtete Negativberichterstattung. Es wurde berichtet, dass die Ermittlungen im Mordfall schon in der Anfangsphase versandeten. Wir hier am Meer mögen es gar nicht, wenn etwas versandet. Wir mögen es flyssig.

071War es denn ein Mordfall?

Die meisten glauben das.  Fyr mich war das alles eine Katastrophe. Die Leute fingen sogar an, auf älteren Urlaubsbildern nach Vorzeichen fyr den Mord zu suchen.

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Der spätere Tatort drei Jahre vor der Tat.
Verbrechen liegt in der Luft.

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Aber es gibt Ihren Campingplatz noch?

Zum Glyck. Aber ich habe es mir zur Angewohnheit gemacht, sehr genau aufzupassen, vor allem auf nicht ausgetrunkenes Bier. Ich mache seitdem jeden Abend einen gryndlichen Kontrollrundgang.

Und wenn Sie dabei wieder eine Flasche finden, die nicht ausgetrunken wurde?

Dann räume ich sie natyrlich schnell weg. So ein Chaos wie damals brauche ich nicht wieder. War’s das?

Moment, eine Frage noch. Sie sagten vorhin, Chimpagnon habe auf Sie gewirkt wie aus einer anderen Zeit. Was meinen Sie damit?

Diese jungen Leute waren mit ’nem klapprigen Gebrauchtwagen unterwegs und haben in zwei Iglu-Zelten geschlafen. Wer macht so was heutzutage noch? Ich will nicht behaupten, dass SUVs auch bei der Jugend schon Standard wären, aber wie die da auftraten, das hat mir gefallen. Das war ein bisschen Hippie. Hat mich daran erinnert, wie ich mal jung war.

Sie können uns sicher die Namen dieser jungen Leute sagen?

Natyrlich, aber stehen die nicht sowieso in Ihren Unterlagen?

Nur fyr’s Protokoll, bitte.

* AMP: accident maximal prévisible, entspricht dem deutschen GAU (größter anzunehmender Unfall),
und ist in Frankreich, wo die Kernerngie traditionell positiv gesehen wird, kein geläufiger Begriff.

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Tatort

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Lösungsmatrix kleinJetzt fragen Dich Laurence und Serge, die ermittelnden Kommissare:

In welcher Ortschaft befindet sich der sydfranzösische Campingplatz, auf dem Jeanne Chimpagnon verschwand?

Wenn Du uns bis zum 9. Januar 2018, 0 Uhr, die richtige Antwort per Mail schickst, nimmst Du an der Gewinn-Verlosung teil. Klick dazu → hier und nutze einfach unser Kontaktformular.

Kleiner Tipp: Die Lösung ist nie weit weg. Sie verbirgt sich in der Regel hinter einem der Links, die in die Befragung eingebaut sind. Trotzdem: Vorsicht!

Daryber hinaus behalte die Antwort bitte fyr Dich ganz allein!

Die Lösung besteht heute aus 16 Zeichen. Das siebte Zeichen wird in alle Kästchen der Lösungsmatrix (rechts) eingefygt, die mit der Ziffer 1 markiert sind.

Download der Lösungsmatrix als pdf: → HIER.

Ecklogo neu kleinLinks zur Ybersicht:

 +++ Das Spiel +++ Die Regeln +++ Der Fall +++ Das Ermittlungsteam +++

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