Schöne dicke Glocken / Une belle paire de c……s

Schöne dicke Glocken / Une belle paire de c……s
Conques (2005)

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Es steht nicht gut um die Reform des Kirchturms, wie sie sich die Feministinnen von Cluny vorgestellt hatten. Möglicherweise krankt ihr Vorstoß nur daran, dass bisher keine überzeugenden Vorschläge präsentiert wurden — denn wer vermag sich schon einen Kirchturm vorzustellen, der quer- oder gar flachgelegt ist, statt spitzig in den Himmel zu stechen? Vielleicht wurde die Debatte bisher aber auch noch nicht mit dem nötigen Ernst geführt. Aus einer Gegend Frankreichs, von der nicht bekannt war, dass es dort überhaupt Kirchtürme gibt, nämlich vom Lot, kommt nun entschiedener Widerspruch. Emile Wippensterz aus Conques, Sprecher der Vereinigung „Die schnuckeligsten Dörfer Frankreichs“ — ein Titel, der auch dem Dorf Conques mit seiner Abteikirche Sainte-Foy schon verliehen worden ist — sagte in einem Zeitungsinterview: „Ein hoch aufragender Kirchturm prägt jedes Ortsbild auf eigene, unverwechselbare Weise. Zu einem schnuckeligen Dorf gehört auf jeden Fall mindestens ein schöner Kirchturm.“ Besonders auf dem Lande, wo oft notorischer Frauenmangel herrsche, seien Kirchtürme wichtig, um „vorbeiziehenden Frauen weithin sichtbar“  zu signalisieren: „Hier hängen schöne, dicke Glocken an einem langen, stabilen Turm hoch über der Erde und jubeln zum Himmel. Bleib und hör die Englein singen!“  Das kam auch den streitbaren Landfrauen von der Dordogne zu Gehör (Ybersinn berichtete). Deren Sprecherin Marianne Drumont reagierte prompt und spitzzüngig, wie man es von ihr gewohnt ist: Wippensterz möge seine Vereinigung umbenennen — in „Die schnackseligsten Dörfer Frankreichs“.

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Les nouvelles ne sont pas bonnes concernant la réforme des clochers imaginée par les féministes de Cluny. Peut-être leur initiative ne souffre que du fait que jusqu’à présent aucune proposition convaincante n’a été présentée, car qui est capable d’imaginer un clocher en biais voire même à plat au lieu de pointer vers le ciel ? Peut-être que le débat n’a pas été mené jusqu’à présent avec le sérieux nécessaire. Une opposition farouche parvient maintenant d’une région de France dont on ignorait qu’il y a là des clochers, précisément du Lot. Emile Wippensterz de Conques, porte-parole de l’association „Les plus coquets villages de France“  – un titre déjà décerné au village de Conques avec son abbatiale de Sainte-Foy – a déclaré dans une interview de journal: „Un clocher haut détermine l’image d’une bourgade de façon unique. Dans tous les cas au moins un beau clocher doit faire partie d’un village coquet.“ Surtout à la campagne, où il y a souvent un manque notoire de femmes, les clochers seraient importants pour signaler aux „femmes de passage“ : „Ici de grosses et belles cloches sont accrochées haut sur une tour au-dessus de la terre et leur son joyeux monte vers le ciel. Reste et écoute le chant des angelots!“  Ceci est venu aux oreilles des femmes rurales pugnaces de la Dordogne (voir l’article d’Ybersinn) dont la porte-parole Marianne Drumont, à son habitude, a réagi rapidement et de façon pointue : Wippensterz devrait renommer son association  en “ Les villages avec le plus de caquet de France „.

(Conques, Département Aveyron, Sommer / été 2005. Digitalfoto / photo numérique.)

 

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