Ybersinn reloaded: Der Berliner kann keinen Flughafen bauen

logo-reloadedVor fynf Jahren musste die Eröffnung des neuen Berliner Flughafens erstmals verschoben werden. Der Brandschutz! Wir alle kennen die Geschichte. Und wir wissen auch alle, warum es seitdem wieder und wieder nicht geklappt hat mit der Eröffnung: Der Berliner kann einfach nicht bauen! Was im Kleinen fyr Berliner Radwege gilt, das gilt offenbar auch im Großen. Nicht nur der TYV muss sich harte Kritik gefallen lassen. Auch die Umzugsmannschaft, bestehend aus den Herrn Nikl, W. und Yzgyl, ist auf 180. Hier der Exklusiv-Bericht unseres Hauptstadtkorrespondenten von damals.

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Der Berliner kann keinen Flughafen bauen

So durcheinander habe ich Herrn Nikl nicht gesehen, seit ich ihn kenne. Ein Hyhnerhof mit Fuchsbesuch ginge im Vergleich dazu glatt als buddhistische Meditationsgruppe durch. Dabei war Herr Nikl zunächst sogar allein im Hof. Hechelnd und stoßatmend lief er scheinbar orientierungslos kreuz und quer, seine neue,  wieder orangefarbene Tasse hatte er irgendwo auf dem Boden (!) abgestellt, in einer Lache verschytteten Tees. Mit der Linken hielt er ein Handtelefon ans Ohr, mit der Rechten fuchtelte er unkontrolliert, ja fast wild. Die seien verryckt beim Flugchafen, so ginge das nicht, wie stellten die sich das vor, fyr den Umzug Anfang Juni seien sämtliche Schneepflyge Berlins reserviert, Yzgyl habe seine Umzugsmannschaft um die Verwandtschaft aus der Heimat verstärkt, Herr W. habe  Tonnen fester und flyssiger Verpflegung im Keller gebunkert. „UND WOFYR?“ Herr Nikl wurde sehr laut: „WEIL DIE TROTTEL NICHT MAL EINEN FLUGCHAFEN BAUEN KÖNNEN!“

Da ich mich nicht traute, ihn durchs Kychenfenster anzusprechen, schaltete ich das Radio ein – und bekam bestätigt, was Herr Nikl kurz zuvor schon festgestellt hatte: Der Berliner kann keinen Flugplatz bauen. Ehrlich gesagt: Mich yberrascht das nicht. Der Berliner kann ja auch keine Radwege bauen oder Gehwege oder Straßen. Ich weiß, wovon ich rede, ich bewege mich täglich auf  etwas, das der Berliner Straße nennt. Invalidenstraße zum Beispiel. Fahren Sie die einmal rauf und runter, und Sie wissen, warum die so heißt. Bezeichnenderweise gelangt man yber sie auch zur Ryckenschule, die zuletzt ganz starken Zulauf hatte. Auch eine Art Wirtschaftsförderung.

Man muss sich nicht wundern, wenn den Menschen in der Hauptstadt die Gäule durchgehen. Der Herr Verkehrsminister beklagte ja unlängst, auf den Straßen herrsche Rowdytum seitens der Radler und dem wolle er Einhalt gebieten. Der hat gut salbadern in seiner gefederten Dienstlimousine. Setzen Sie sich mal auf ein Fahrrad, Herr Ramsauer. Da wird bei Ihnen einiges durchgeschyttelt, wenn Sie zum Beispiel von Ihrem Ministerium zur Chefin (bzw. was sich dafyr ausgibt) radeln. Vor vielen Jahren, die Frauen wollten wie Männer von Schanzen springen, sagte ein fyhrender Funktionär des Interrnationalen Skiverbands, das ginge nicht, den Damen könnten die Eierstöcke verrutschen – was haben wir da gelacht. Beim Radeln auf der Invalidenstraße geschieht das sicher täglich.

Jetzt bin ich mal wieder ziemlich weit abgeschweift. Eigentlich wollte ich mich Herrn Nikls annehmen, der inzwischen die Herren W. und Yzgyl um sich versammelt hatte. Die bildeten einen Dreier-Hyhnerhaufen, schimpften yber die Unfähigkeit der  Flugchafenbauer und die Leute vom TYV, die den Brandschutz fyr nicht ausreichend hielten. Welch ein Theater, zeterte Herr W., die hätten wohl noch nie einen Flugchafen wie in, … wie in – er fing an zu stocken, als er mich am Fenster sah. Herr W. wollte nicht nur seinen Namen nicht in der Zeitung lesen, sondern auch nicht Beschimpfungen von Flughäfen anderer Länder aus seinem Mund. Yzgyl war da weniger zimperlich: „Sag’s ruhig. Bei euch da im Ostblock.“ Jetzt wurde Herr Nikl, der sich einigermaßen beruhigt hatte, wieder lebendig. Das mit dem Ostblock verbitte er sich, den gäbe es nicht mehr, dafyr aber sehr wohl einen TYV. Und yberhaupt könne Yzgyl ganz still sein, denn in Anatolien gäbe es ganz gewiss keinen TYV. Die Drei gerieten sich derart in die Wolle, dass ich fyrchte, die Flughafenbetreiber myssen sich eine neue Umzugsmannschaft suchen, wenn sie im Spätsommer erneut versuchen, einen Flugplatz quer durch die Hauptstadt umzuziehen.

Die Völkerverständigung haben die Flughafenpfuscher nebenbei auch nachhaltig beschädigt.

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In der Serie Ybersinn reloaded holen wir den ganzen yberflyssigen Unsinn zuryck ans Licht, den wir vor fynf Jahren auf dieser Webseite veranstaltet haben, als die Orakelfische Cindy & Gert noch gelebt haben. Die Texte wurden yberarbeitet. Das Original zu dem oben Stehenden findet sich –> HIER.

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