Orakelspruch: Der öffentliche Lokus als Standortfaktor

Heute endet die zweite Ybersinn-Orakelwoche. Thema war die öffentliche Bedürfnisanstalt und ihre Krise. Das Thema wurde breit mit geballter ybersinnlicher Kompetenz erörtert – und nun ist es Zeit für den Endspruch, punktgenau zum 160. Geburtstag der angeblich ersten öffentlichen Toilette in der Londoner Fleet Street vor 160 Jahren. Damals war die öffentliche Toilette noch schlagzeilenträchtig. Und heute?

Orakelspruch: Bieten öffentliche Bedürfnisanstalten heutzutage wieder Standortvorteile?

von Herrn Büge

Um es kurz zu machen: Das Thema war ein Griff ins Klo. Die Orakelfische Cindy & Gert wandten sich zunehmend gelangweilt ab, je länger die „Orakelwoche“ dauerte, sie waren mit diesem Thema kaum zwischen den Steinen des Riffs im Ybersinn-Aquarium hervorzulocken. Eigentlich waren unsere Erörterungen dazu gedacht, die Orakelfische ausführlich über die Bedeutung des Themas zu informieren. Es war, als wollten sie uns sagen: Was interessieren uns eure öffentlichen Bedürfnisanstalten? Schaut her, wir pullern hier ungeniert ins freie Wasser und fühlen uns dabei sauwohl – warum macht ihr es nicht genauso?

Zwar zeigten Cindy & Gert, die Orakelfische, eine rege Beteiligung an der Weissagungszeremonie, doch das dürfte eher dem Umstand geschuldet gewesen sein, dass sie am Weissagungstag zuvor noch nichts zu fressen bekommen hatten. Insgesamt 19 mal bissen sie zu – und zeigten sich dabei entsprechend unkonzentriert. Auf dem Foto links ist Cindy zu sehen, wie sie auf die Futterklammer zuhält, die für die Antwort „Ja“ steht. Doch im nächsten Moment, siehe Bild rechts, drehte sie ab und wandte sich der „Nein“-Klammer zu, um dann davon abzubeißen. „Nein“ überwog im Verhältnis 13 zu 6. Insofern eine klare Weissagung: Nein, die öffentliche Bedürfnisanstalt bietet auch weiterhin keine Standortvorteile.

Hier natürlich wieder unser Ybersinn-Video, mit dem wir den Orakelspruch öffentlich dokumentieren.

Welche Lehren soll die deutsche Wirtschaftspolitik nun aus dieser Weissagung ziehen? Das fragten wir Ybersinn-Chef Prof. Humperdinck. Seine Antwort:

„Die deutsche Wirtschaftspolitik ist doch ohnehin beratungsresistent. Habt ihr ernsthaft geglaubt, Politikern vom Schlage eines Philipp Rösler Ratschläge erteilen zu können? Sinnlos! Macht lieber endlich mal handfeste Orakelsprüche. Das findet sicher auch das Orakel viel spannender.“

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Entlarv- und -hüllende Beiträge des Ybersinn-Teams zu diesem Thema:

23. Januar: Eröffnung Orakelwoche: Die öffentliche Bedürfnisanstalt in der Krise
24. Januar: “Die Schiefertafel von Amselglock” von Herrn Büge
25. Januar: “Klo-Knigge: Die Herren erheben sich” von Frau K.
26. Januar: “Pupsende Eis-Penisse” von Herrn Büge
28. Januar: “Erschwerter Zugang zum Zug-WC” von Herrn Vögele
29. Januar: “Wir wollen niemals auseinander stehn” von Herrn Stillbauer
31. Januar: “Europäische Zentral-Bedürfnisanstalt” von Herrn Büge
2. Februar: „Orakelspruch: Der öffentliche Lokus als Standortfaktor“ von Herrn Büge